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Hoffnungen von Rapid und Austria ruhen auf Sturm © APA (Leodolter)

Im Semifinale des heimischen Fußball-Cups, dessen Paarungen am 4. April ausgelost und am 20. April ausgetragen werden, sind wie

Im Semifinale des heimischen Fußball-Cups, dessen Paarungen am 4. April ausgelost und am 20. April ausgetragen werden, sind wie zuletzt 2005/06 Oberhaus-Vereine unter sich. Von den großen Vier der aktuellen Bundesliga ist aber nur Sturm Graz übriggeblieben. Rapid musste sich hingegen unerwartet gegen Austria Kärnten auswärts durch ein 2:3 vorzeitig verabschieden.

Der Rekordmeister, der die Trophäe 14-mal gewonnen hat (zuletzt 1995 gegen DSV Leoben 1:0) und letztmals 2005 im Endspiel (1:3 gegen Austria Wien) gestanden war, blamierte sich am Wörthersee gegen das Tabellenschlusslicht vier Tage nach dem 4:2 in der Liga bis auf die Knochen. "Wir haben die erste Hälfte komplett verschlafen und verdient verloren. Der Gegner hat sich den Sieg verdient", musste Rapid-Coach Peter Pacult kleinlaut eingestehen.

Es sei nicht nur für ihn bitter, sondern für den ganzen Verein, der im Vorjahr in Ried bereits im Achtelfinale ausgeschieden war. "Jetzt müssen wir uns auf die Meisterschaft konzentrieren", gab Pacult, dessen Truppe in der Punktejagd vor dem letzten Saisonviertel sechs Punkte Rückstand auf die Salzburger aufweist, das Ziel aus. Vor den Grün-Weißen hatte es von den großen Vier der Liga schon im Achtelfinale Titelverteidiger Austria Wien (0:1 in Linz gegen den LASK) und auch Meister Red Bull Salzburg (0:2 in Graz gegen Sturm) erwischt.

Das ist insofern im Cup von Bedeutung, als Rapid und Austria nur noch eine Chance auf das internationale Geschäft besitzen und nun darauf hoffen müssen, dass Sturm die Cup-Trophäe holt. Nur dann wäre auch der Tabellenvierte des Oberhauses sicher im Europacup 2010/11 dabei. Am anderen Ende der Tabelle hat Austria Kärnten mit der Sensation ein kräftiges Lebenszeichen gegeben. "Meine Mannschaft hat gezeigt, dass sie gut ist und eine schöne Zeit vor sich haben kann", frohlockte Trainer Joze Prelogar.

Auf einer Linie mit dem Slowenen liegt auch Matthias Dollinger. "Wir können für die Zukunft optimistisch sein", sagte der Kapitän euphorisch, der wie seine Kollegen enormes Selbstvertrauen tankte und dafür Superlative wie Wahnsinn, unfassbar oder Super-Partie verwendete. Seit die Pasching-Lizenz am Wörthersee ist, gelang im zwölften Duell mit Rapid der erste Sieg (1-1-10)!

Im zweiten Spiel zweier Oberhaus-Vereine behielt SC Wr. Neustadt daheim gegen den LASK, den ersten Nicht-Wiener Cupsieger (1965 gegen den Wr. Neustäder SC), nach Verlängerung 2:1 die Oberhand und steht wie vor einem Jahr im Semifinale (0:1 zu Hause gegen Austria Wien). "Ich hoffe im Halbfinale wieder auf ein Heimspiel und auf mehr Zuschauer", sagte Magna-Coach Peter Schöttel, dessen Vorgänger und jetzige LASK-Trainer, Helmut Kraft, meinte: "Wir wären sehr gerne weitergekommen, waren eine Stunde auch klar besser."

Im Vorjahr in der Südstadt gegen Admira (2:2 n.V. 3:4 Elferschießen) im Viertelfinale out, schaffte die SV Ried diesmal gegen einen Zweitligisten den Sprung unter die letzten Vier. Gegen Austria Lustenau musste nach 120 Minuten (1:1) neuerlich ein Penalty-Schießen (4:2) her. "Wir haben derzeit Probleme in der Offensive, umso wichtiger ist das Erfolgserlebnis", befand Paul Gludowatz, der Trainer des Cupsiegers von 1998 (3:1 Sturm). Sein Kollege Edi Stöhr stellte richtigerweise fest: "Elferschießen ist eben ein Glücksspiel."

Auch der zweite Erste-Liga-Vertreter im Viertelfinale verkaufte sich gut. Admira hatte sich schon am Dienstag in Graz erst durch einen Jantscher-Treffer in der Verlängerung geschlagen gegeben.

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