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Der Ried-Trainer fordert Wiedergutmachung © APA (Archiv/Krug)

Ried will am Samstag im Oberösterreich-Bundesliga-Derby gegen den LASK vor eigenem Publikum auf die Siegerstraße zurückfinden.

Ried will am Samstag im Oberösterreich-Bundesliga-Derby gegen den LASK vor eigenem Publikum auf die Siegerstraße zurückfinden. Trainer Paul Gludovatz setzt auf die reinigende Wirkung der 0:3-Niederlage am vergangenen Sonntag in Linz. "Ich hoffe, dass das ein heilsamer Schock war", sagte der Burgenländer. LASK-Coach Helmut Kraft "will immer gewinnen" und plant auch auswärts drei Punkte ein.

Viel zu holen war für den LASK bisher in Ried allerdings nicht. Der letzte Sieg der "Athletiker" datiert vom 13. März 1999 (2:1), im Innviertel gab es in 17 Bundesliga-Duellen nur 2 Siege und 3 Unentschieden. Gludovatz jedenfalls fordert von seiner Truppe klare Verhaltensänderungen: "Wir haben in Linz brav die Punkte abgeliefert und den Gegner im eigenen Stadion kontern lassen. Wir haben taktisch nicht auf den Gegner reagiert. Wir müssen in den Zweikämpfen rescher sein und dürfen nicht ins offene Messer rennen", meinte der Burgenländer.

Nur mit einer Kraftanstrengung wird die vierte Niederlage in Folge zu verhindern und das magere Frühjahrskonto also aufzustocken sein: 2010 hat man in acht Partien erst vier Punkte gesammelt, so viele wie Schlusslicht Kärnten. Auch der Cup-Viertelfinalerfolg am Mittwoch gegen Austria Lustenau gelang erst im Elfmeterschießen. Bitter für Gludovatz ist auch die Personalsituation: Neben dem langzeitverletzten Abwehrchef Oliver Glasner fallen nun auch Thomas Schrammel, Jonathan und Anel Hadzic aus.

Der LASK musste sich am Mittwoch hingegen aus dem Cup verabschieden, zog bei Wiener Neustadt unglücklich den Kürzeren. Trainer Helmut Kraft war dennoch nicht unzufrieden. "Die Mannschaft hat gut gespielt, wir wollen wieder so auftreten", meinte der Tiroler. "Fußball ist zu sehr auf Resultate fixiert, das ist für mich aber nicht entscheidend."

Dass die Linzer, die wieder auf den zuletzt verletzten Jürgen Panis setzen können, nach dem Cup-Aus keine Perspektiven mehr haben, sei freilich nicht ideal. "Es ist schwer, kein langfristiges Ziel vor Augen zu haben. Wir können nur mehr sagen, dass wir immer gewinnen wollen", meinte Kraft. Er will in den verbleibenden Spielen jungen Kickern wie Lukas Kragl oder Florian Hart weiter Spielpraxis verschaffen.

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