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Bayern-Präsident Hoeneß gewohnt "goschert" © APA (epa)

Kaum hat Bayern München auf der Zielgeraden der deutschen Bundesliga die Führung zurückerobert, demonstrierte Uli Hoeneß

Kaum hat Bayern München auf der Zielgeraden der deutschen Bundesliga die Führung zurückerobert, demonstrierte Uli Hoeneß selbstbewusst bayerische Arroganz: "Die guten Mannschaften zeichnet aus, dass sie im Duell der Giganten zeigen, wozu sie in der Lage sind. Wir sind mit Abstand die beste deutsche Mannschaft. Tut mir leid für die anderen", sagte der Bayern-Präsident nach dem 2:1-Sieg auf Schalke.

"Schalke hat heute hier quasi einsehen müssen, dass sie eigentlich nicht deutscher Meister werden dürfen", befand Hoeneß nach der souveränen Vorstellung in der Veltins-Arena. Die Bayern liegen im Saisonendspurt gleich in drei Wettbewerben aussichtsreich im Rennen. In der Liga auf Schalke auf Platz eins, im Cup im Endspiel und am Mittwoch könnte man in Manchester ins Halbfinale der Champions League einziehen, das Hinspiel gegen United gewannen die Bayern 2:1.

Allerdings hat Bayern in der Liga nur einen Punkt Vorsprung, und fünf Runden sind noch zu spielen. Bereits am Samstag wartet der nächste Kracher, die Münchner müssen zum Tabellendritten Leverkusen, der nach einem 2:3 in Frankfurt allerdings nur mehr kleine Titelhoffnungen hat. Kapitän Mark van Bommel fordert von seinen Kollegen volle Konzentration auf den Job: "Man muss jetzt auch mal Dinge lassen. Wir dürfen nicht in die Stadt gehen und komische Klamotten kaufen, sondern müssen zu Hause bleiben und die Beine hochlegen." Schalke-Trainer Felix Magath will nicht mehr vom Titel sprechen: "Nach so einem Spiel braucht kein Spieler mehr von der Meisterschaft anfangen."

Einen traurigen Bundesliga-Rekord hat Mainz-Legionär Andreas Ivanschitz aufgestellt. Der ehemalige ÖFB-Teamkapitän sah in Nürnberg nach nur 188 Sekunden aufgrund eines versuchten Tritts in den Allerwertesten von Javier Pinola die Rote Karte. Damit war der Burgenländer um fünf Sekunden schneller als der frühere Bayern-Profi Markus Babbel im Herbst 1997. Während Ivanschitz wortlos das Stadion verließ, war Mainz-Manager Christian Heidel nach der 0:2-Niederlage logischerweise nicht sehr gut auf Ivanschitz zu sprechen.

"Eigentlich müsste er die Reisekosten übernehmen", meinte Heidel und fügte hinzu: "Er ist dafür verantwortlich, dass wir verloren haben. Ich hatte das Gefühl, dass wir schon nach fünf Minuten wieder nach Hause hätten fahren können." Im Abstiegskampf hat die eigentlich schon abgeschrieben gewesene Hertha aus Berlin zum Schlussspurt angesetzt. Nach dem 3:0 beim 1. FC Köln beträgt der Rückstand der Berliner zum Relegationsplatz nur noch drei Zähler.

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