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Austria schwimmt derzeit auf einer Erfolgswelle © APA (Pfarrhofer)

Mit drei 1:0-Siegen innerhalb von eineinhalb Wochen gegen Ried und Wr. Neustadt (zweimal) hat die Wiener Austria einen großen

Mit drei 1:0-Siegen innerhalb von eineinhalb Wochen gegen Ried und Wr. Neustadt (zweimal) hat die Wiener Austria einen großen Schritt Richtung Europacup-Startplatz gesetzt. Die Wiener kommen als Tabellendritter der Fußball-Bundesliga und fünf Punkten Vorsprung auf Sturm Graz (1:1 gegen Kapfenberg) aus dem Osterwochenende.

Gelingt der Austria am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen Sturm der vierte Sieg in Folge, wäre den Violetten bei acht Punkten Vorsprung auf die Grazer der internationale Startplatz wohl nicht mehr zu nehmen. Dank des Treffers von Zlatko Junuzovic (16.) am Sonntag hat die Austria im Frühjahr als einzige Mannschaft aus dem Spitzenquartett gegen Wr. Neustadt das Maximum herausgeholt. "Wiener Neustadt hat gegen alle Top-Mannschaften gepunktet, umso höher ist es zu bewerten, dass wir jetzt sechs Punkte gemacht haben", freute sich der Torschütze.

Allerdings wurde es in der zweiten Spielhälfte zu einer violetten Zitterpartie, "aber zu guter Letzt hat uns das nötige Spielglück zu drei Punkten verholfen". Damit blickt Junuzovic nun auch in der Tabelle weiter nach vor, der Erzrivale Rapid ist für den Mittelfeldspieler bei drei Punkten Rückstand in Reichweite. "In der Meisterschaft haben wir jetzt Platz zwei im Visier, das ist realistisch und auch machbar", gab er sich optimistisch.

Karl Daxbacher blieb da zurückhaltender. Der Austria-Trainer sah abseits vom Ergebnis noch einiges Potenzial. "In der zweiten Hälfte war es eine Abwehrschlacht, da gilt es den Hebel anzusetzen in Zukunft. Wir müssen den Ball länger in den eigenen Reihen halten und Hektik vermeiden", sagte Daxbacher und forderte gleich die nächsten drei Punkte. "Den Punkteverlust von Sturm haben wir optimal genutzt. Nächste Woche geht es gegen Sturm im eigenen Stadion. Der Sieg heute zählt nur, wenn wir dann auch gewinnen."

Daxbacher musste bis zum Schluss zittern, auch weil in der 27. Minute sein Sturm-Duo Roland Linz/Schumacher viermal in einer Szene den Ball nicht im Tor unterbrachten. Linz scheiterte nach einem Eckball aus kurzer Distanz zweimal an Torhüter Fornezzi und traf per Fallrückzieher nur die Latte, ehe Sturmpartner Schumacher den Ball an die Stange setzte.

"Ich dachte mir, das ist ja unmöglich, der muss ja irgendwann mal reingehen. Das wird vielleicht die Szene des Jahres werden im Rückblick auf die Saison. Dass wir da kein Tor zusammengebracht haben, war Unvermögen, aber auch Pech. Aber nicht zu übersehen ist, dass wir uns mit Toreschießen schwertun. Andererseits muss ich ein Kompliment machen, dass man keine Tore zulässt", so Daxbacher, der seinem jungen Torhüter Heinz Lindner Sonderlob gab: "Er hat sehr viel Ruhe ausgestrahlt und der Mannschaft Rückhalt gegeben".

Für Wr. Neustadt war es im Frühjahr in 13 Bewerbspielen (11 Liga, 2 Cup) erst die dritte Niederlage, zwei davon gegen die Austria. "Wir brauchen zu lange, bis wir in einem Spiel so spielen, wie wir uns das von Haus aus vorstellen. Dann sind wir meistens im Rückstand und jedes Mal gelingt es uns nicht, den Ausgleich zu erzielen. Bitter, wenn uns das zweimal gegen Austria passiert", ärgerte sich Trainer Peter Schöttel.

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