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Bullen rechnen fix mit einem Sieg über Kärnten © APA (Archiv/Krug)

Österreichs Fußball-Meister Red Bull Salzburg hat am Samstag im Kampf um die erfolgreiche Bundesliga-Titelverteidigung einen

Österreichs Fußball-Meister Red Bull Salzburg hat am Samstag im Kampf um die erfolgreiche Bundesliga-Titelverteidigung einen Auswärtssieg gegen Austria Kärnten fix eingeplant. Die Ausgangslage könnte vor dem Duell des Tabellenführers mit dem Schlusslicht auch nicht eindeutiger sein. Die "Bullen" sind seit 17 Runden ungeschlagen, Kärnten gewann nur zwei der jüngsten 38 Meisterschaftspartien.

Der Titelverteidiger nimmt die Partie aber trotz der klaren Favoritenrolle nicht auf die leichte Schulter. "Wenn man gesehen hat, wie Kärnten gegen Rapid aufgetreten ist, dann sind wir mehr als gewarnt", betonte Salzburg-Coach Huub Stevens. Die Klagenfurter hatten Vizemeister Rapid in der Meisterschaft zweimal voll gefordert und im Cup-Viertelfinale gar aus dem Bewerb geworfen. "Sie werden auch gegen uns so agieren, bis in die Haarspitzen motiviert sein. Gegner, die nichts mehr zu verlieren haben, sind immer gefährlich", fügte der Niederländer hinzu.

Alles andere als drei Punkte wären für den sechs Zähler vor Rapid liegenden Tabellenführer aber unabhängig davon eine Riesen-Enttäuschung. "Wir wollen drei Punkte, deshalb verlange ich von jedem Spieler 100 Prozent. Wenn ein Spieler glaubt, ein oder zwei Prozent weniger bringen zu können, dann ist er an der falschen Adresse", meinte Stevens.

Die Salzburger müssen voraussichtlich auf Stammgoalie Eddie Gustafsson verzichten, der wegen Rückenproblemen zuletzt zwei Tage nicht trainierte. "Ich habe vollstes Vertrauen zu Heinz Arzberger. Wenn es darauf angekommen ist, hat er in den vergangenen Jahren immer wieder seinen Mann gestellt", sah Stevens dem möglichen Einsatz seines 37-jährigen Zweier-Goalies gelassen entgegen.

Mit einem vollen Erfolg wollen die "Bullen" den nächsten Schritt zum Meistertitel machen. "Wir müssen in den nächsten fünf, sechs Wochen noch einmal alles geben. Jedes Spiel in die richtige Richtung ist wichtig", sagte der Salzburg-Coach. In den nächsten Wochen spielen einige Meisterkicker auch um einen neuen Vertrag. Unter anderem laufen die Kontrakte von Alexander Zickler und Christoph Leitgeb aus. "Wir haben mit den Spielern bereits gesprochen, das ist aber nichts für die Öffentlichkeit", sagte Stevens.

Der Niederländer hofft auch den im Winter wohl nur leihweise verpflichteten Roman Wallner im nächsten Jahr weiter unter seinen Fittichen zu haben. LASK-Präsident Peter-Michael Reichel hatte mit dem Sager aufhorchen lassen, dass der Führende der Torschützenliste eventuell ab Sommer wieder für den Linzer spielen könnte. "Was andere sagen, interessiert mich nicht. Ich bin mit seiner Leistung zufrieden und wenn man mit einem Spieler zufrieden ist, dann will man ihn auch nicht hergeben", betonte Stevens. Die Salzburger haben aber genauso bereits Gespräche mit potenziellen neuen Spielern geführt. "Wenn dem nicht so wäre, wäre das schlechte Arbeit", erklärte Stevens.

Im Lager der Gäste wird nach den durchaus zufriedenstellenden Auftritten gegen den Rekordmeister über eine Sensation spekuliert. "Die Leistung gegen Rapid hat gepasst. Wir wollen Salzburg fordern und vielleicht schaut ein Punkt oder sogar ein Sieg heraus", sagte Kärnten-Trainer Joze Prelogar. Im Titelkampf sieht der Slowene unabhängig davon aber die "Bullen" voran. "Ich glaube zu 90 Prozent, dass Salzburg Meister wird", gab Prelogar eine Prognose ab.

Beim Schlusslicht laufen ebenfalls die Planungen für die neue Saison, die Vereinsverantwortlichen wollen den Kader so gut es geht halten und damit eine schlagkräftige Erste-Liga-Mannschaft auf die Beine stellen. Den jüngsten Erfolg im direkten Duell haben die Klagenfurter am 4. März 2009 mit 2:0 gefeiert, seither gab es vier Niederlagen mit einem Torverhältnis von 2:16.

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