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Grazer kamen nach 0:2-Rückstand noch zu 3:2-Sieg © APA (Leodolter)

Sturm Graz hat am Mittwoch in der 30. Runde der Fußball-Bundesliga mit viel Mühe den Pflichtsieg gegen Austria Kärnten sicher

Sturm Graz hat am Mittwoch in der 30. Runde der Fußball-Bundesliga mit viel Mühe den Pflichtsieg gegen Austria Kärnten sicher gestellt. Der steirische Europacup-Anwärter rang den Fast-Absteiger aus Klagenfurt nach 0:2-Rückstand noch 3:2 nieder.

Die weiter seit 6.12.2008 auswärts sieglosen Kärntner lagen durch Treffer von Hinum (27.) und Hierländer (59.) voll auf Kurs Richtung Sensation, doch die Grazer drehten die Partie im Finish durch Tore von Kienast (67.), Hlinka (87.) und Salmutter (94.) noch spektakulär um. Sturm hat sechs Runden vor Schluss sechs Punkte Rückstand auf die drittplatzierte Austria, die Fast-Absteiger aus Kärnten weisen mittlerweile 15 Zähler Minus auf den rettenden neunten Rang auf. Sturm und Kärnten haben als Cup-Halbfinalisten noch eine gute Option aufs internationale Geschäft.

Sturm versuchte im Grazer Regen Tempo sowie Druck zu machen und den Frust der unglücklichen 0:1-Pleite vom Sonntag gegen die Wiener Austria zu verarbeiten. Doch Sturm mühte sich gegen die auf Konter lauernden Gäste erfolglos, denn größere Torchancen schauten beim wenig durchschlagskräftigen Grazer Stückwerk keine heraus.

In der 27. Minute versetzte die schwächste Auswärtsmannschaft der Liga Sturm den nächsten Tiefschlag. Kaufmann setzte sich auf der linken Seite gegen Prawda durch, die Flanke verwertete Hinum fast auf dem Boden liegend per Kopf zur Führung. Sturm wollte mit der Brechstange den Ausgleich erzwingen, mehr als Distanzschüssen durch Hlinka (30.), Beichler (32.) und Kienzl (37.) schauten dabei jedoch nicht heraus.

Die programmierte Aufholjagd wurde nach knapp einer Stunde von den - trotz quasi aussichtsloser Lage - hochmotivierten Klagenfurtern gebremst. Statt 1:1 stand es 0:2, denn die Sturm-Abwehr schlief erneut und ließ Hierländer laufen, dieser traf zunächst die rechte Stange und dann ins Tor (59.). Sturm-Coach Foda reagierte mit einem Dreifach-Wechsel und brachte Kienast, Salmutter und Haas ins Spiel. Ein Joker stach gleich, nach Lamotte-Flanke verkürzte Kienast per Kopf auf 1:2 (67.).

Sturm drängte auf den Ausgleich und kam durch Hlinka auch zu diesem, sein Schuss wurde nach Meinung von Referee Prammer von Salvatore erst hinter der Linie abgewehrt (87.). Und in der Nachspielzeit fiel sogar noch der Siegestreffer. Nach Kienast schlug mit Salmutter ein weiterer eingewechselter Spieler zu, Salmutter versenkte den Ball mit dem Außenrist schön ins lange Eck (94.).

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