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Der Niederländer kehrt Belgien den Rücken © APA (epa)

Einen Tag nach seinem überraschenden Rücktritt als Fußball-Teamchef in Belgien hat Dick Advocaat am Freitag seinen Wechsel

Einen Tag nach seinem überraschenden Rücktritt als Fußball-Teamchef in Belgien hat Dick Advocaat am Freitag seinen Wechsel nach Russland bestätigt. Sein Rechtsanwalt handle derzeit die Einzelheiten seines Vertrages als neuer Trainer im größten Land der Welt aus, sagte Advocaat in Alkmaar. "Noch ist aber nichts unterschrieben, wir sind noch beim Verhandeln", fügte der Niederländer hinzu.

Die Weichen für den Wechsel nach Moskau als Nachfolger seines Landsmanns Guus Hiddink seien am Donnerstag bei einem "positiven Gespräch" mit dem russischen Fußballverband gestellt worden. Advocaat hatte 2008 mit Zenit St. Petersburg den UEFA-Cup gewonnen. Nach vereinsinternen Problemen verließ der 62-Jährige den Club und heuerte als Trainer der Belgier, die in der EM-Qualifikation u.a. auf Österreich treffen, an - ein Amt, das er nur sechs Monate ausgeübt hat.

Nach Informationen der russischen Tageszeitung "Iswestija" will der russische Verband Advocaat bis zur EM 2012 in Polen und der Ukraine vertraglich binden, das stolze Jahresgehalt des Erfolgscoaches soll bis zu fünf Millionen Euro betragen. In Belgien hat Advocaat nach Medienberichten "nur" 600.000 Euro erhalten.

Hiddink hatte mit Russland das Halbfinale der EURO 2008 in Österreich und der Schweiz erreicht, war dann aber mit der "Sbornaja" in der Qualifikation für die WM-Endrunde in Südafrika knapp gescheitert und hatte daraufhin angekündigt, dass er sein Engagement in Moskau nicht verlängern werde. Der 63-Jährige verhandelt derzeit mit dem russischen Verband über eine vorzeitige Auflösung seines bis Sommer laufenden Vertrags, um das türkische Nationalteam sofort zu übernehmen.

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