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Diego erlebt schwere Zeiten in Turin © APA (epa)

Nach der Niederlage im "Italien-Derby" gegen Fußball-Meister Inter Mailand (0:2) am Freitagabend bekommt Juventus Turin erneut

Nach der Niederlage im "Italien-Derby" gegen Fußball-Meister Inter Mailand (0:2) am Freitagabend bekommt Juventus Turin erneut die Wut der eigenen Fans zu spüren. Wütende Tifosi buhten die Spieler aus, die das Mailänder San Siro-Stadion nach der Pleite verließen. Zuvor hatten empörte Fans des Vereins von Tormann Alexander Manninger vor dem Liga-Sitz in Mailand demonstriert.

An diesem nahm Juventus-Präsident Jean-Claude Blanc an einem Treffen mit Liga-Präsidenten Maurizio Beretta teil. "Wir wollen das Geld für unsere Dauerkarten zurück", skandierten die Demonstranten, die den Rücktritt des gesamten Juve-Managements verlangten. Blanc wurde unter Polizeischutz gestellt.

Schon vor dem Spiel gegen Inter war die Juve-Mannschaft am Donnerstagabend in Mailand von einer radikalen Gruppe eigener Fans angegriffen worden. Bei der Ankunft im Trainingslager in Pieve Emanuele bei Mailand bewarfen rund 40 Juve-Anhänger den Team-Bus mit Rauchbomben und Eiern. Schon seit Wochen sind die Beziehungen zwischen dem italienischen Renommierclub und seinen Fans angespannt. Vor drei Wochen waren die größten Fangruppen der "Alten Dame" in Streik getreten und hatten die Mannschaft zu Auswärtsspielen nicht mehr begleitet. Sie forderten den Rücktritt von Clubpräsident Blanc, der für die Misere des Traditionsvereins verantwortlich gemacht wird.

Die Juventus-Verantwortlichen sind nach dem Aus in der Europa League und einer Serie von Niederlagen in der italienischen Meisterschaft in die Kritik geraten. Außerdem wackelt der Stuhl des neuen Trainers Alberto Zaccheroni. Juve kämpft nach einer enttäuschenden Saison als Tabellensechster noch um den Einzug in den Europacup.

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