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Trainer Foda weiß um die Wichtigkeit´des Spiels © APA (Schalber)

Nach dem torlosen Remis am Wochenende in Mattersburg muss Sturm Graz den dritten Platz in der Fußball-Bundesliga und damit die

Nach dem torlosen Remis am Wochenende in Mattersburg muss Sturm Graz den dritten Platz in der Fußball-Bundesliga und damit die Qualifikation für die Europa League wohl abschreiben. Die Steirer haben praktisch nur mehr über den Cup-Sieg die Chance aufs internationale Geschäft. Gegner im Cup-Halbfinale am Mittwoch (18.15 Uhr/live ORF1) ist die SV Ried.

"Dieses Spiel in Ried ist ein Endspiel", betonte Sturm-Trainer Franco Foda die Wichtigkeit der Partie. Dreimal hat der SK Sturm bisher den ÖFB-Cup gewonnen, alle drei Titel-Erfolge wurden in der Goldenen Ära des Vereins in den späten 90ern (1996, 1997, 1999) eingefahren. Ausgerechnet die Rieder verhinderten vier Grazer Cup-Siege in Folge, als sie die Steirer im Finale 1998 im Wiener Hanappi-Stadion 3:1 besiegten und ihren einzigen ÖFB-Pokal errangen.

Einige Akteure von damals sind auch heute noch dabei. Franco Foda spielte als Libero der Grazer durch, die Rieder Oliver Glasner und Herwig Drechsel sowie Sturms Oldie Mario Haas sind sogar heute noch aktiv. Glasner wird allerdings verletzt ausfallen, Drechsel und Haas waren zuletzt nicht immer Stammspieler.

Nicht nur hat Sturm mit dem Unentschieden am Wochenende die Chance auf den dritten Tabellenplatz praktisch verspielt, die Grazer werden zudem den Rest der Saison auf Kapitän Andreas Hölzl verzichten müssen. Der Teamspieler erlitt in der Partie in Mattersburg eine Schulterluxation. Dennoch meint Foda: "Es zählt nur ein Sieg."

Rieds Trainer Paul Gludovatz hingegen kann auf ein Erfolgserlebnis vom Wochenende aufbauen. Das 2:1 daheim gegen den Kapfenberger SV war der erste Erfolg nach sechs sieglosen Runden. "Im Hinblick auf den Cup war das enorm wichtig", sagte Gludovatz. "Wir wissen, dass wir gegen Sturm nicht Favorit sind, aber wir spielen daheim und im Cup kann es nur ein Ziel geben: den Aufstieg."

Die Statistik der vergangenen Heimspiele gegen Sturm spricht für die Oberösterreicher: Von den jüngsten neun Liga-Partien in Ried hat Sturm nur eine gewonnen. "Ich bin froh, dass wir ein Heimspiel haben", sagte Gludovatz. Das erste Halbfinale stieg bereits am (heutigen) Dienstag zwischen Austria Kärnten und Wiener Neustadt, das Finale findet am 16. Mai in Klagenfurt statt.

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