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Die Bayern sind die Favoriten © APA (Archiv/dpa)

Bayern München nimmt am Mittwoch ab 20.45 Uhr (live ORF1/SAT1) in der Allianz Arena den nächsten Schritt zum möglichen

Bayern München nimmt am Mittwoch ab 20.45 Uhr (live ORF1/SAT1) in der Allianz Arena den nächsten Schritt zum möglichen Titel-Triple. Ob es ein Fehltritt wird, liegt im Semifinal-Hinspiel nicht zuletzt an Gegner Olympique Lyon - einem Neuling in der Vorschlussrunde der Königsklasse. Neben der Unerfahrenheit auf dieser Ebene sprechen auch die Anreisestrapazen nicht unbedingt für die Gäste.

Durch die Flug-Verbote musste Lyon nicht nur in neun mit je vier Personen besetzten Mini-Vans die über insgesamt zwei Tage und 855 Kilometer gegangene Anreise nach München auf sich nehmen, sondern hatte auch in der Nacht vor der Abreise eine siebenstündige Busreise vom Liga-Spiel in Bordeaux zu verkraften. Das ist für das viermal im Champions-League-Viertelfinale gescheiterte Team sicher keine optimale Vorbereitung auf das so wichtige Match.

Der deutsche Tabellenführer ist vor Lyon nichtsdestotrotz auf der Hut, Bayern-Vorstandschef Rummenigge sprach von einer "Fifty-fifty"-Chance. Die Statistik bestätigt ihn, bei bisher sechs Champions-League-Partien der beiden Clubs gab es auf beiden Seiten je zwei Siege sowie auch zwei Remis. Bayern-Coach van Gaal muss trachten, den Ausfall des gesperrten Kapitäns van Bommel zu kompensieren, der Kroate Pranjic soll im zentralen Mittelfeld diese Aufgabe übernehmen.

Zuversichtlich ist Van Gaal hinsichtlich des an einer Muskelverhärtung laborierenden Franck Ribery. Der Franzose soll mit dem in Topform agierenden Robben die Lyon-Abwehr durcheinanderwirbeln. Ribery fehlte nach Bekanntwerden seiner Verwicklung in die Sex-Affäre rund um das französische Nationalteam am Dienstag bei der Pressekonferenz. Bayern-Ehrenpräsident Beckenbauer glaubt jedoch nicht, dass der Angreifer durch diese Enthüllungen im Match belastet sein wird. "Franck ist ein Spieler, wenn der im Stadion ist, dann kennt der nur noch eines - den Ball", erklärte er.

Bei Lyon kommt zur strapaziösen Anreise und zu gleich drei angeschlagenen Innenverteidigern noch eine hoch akute Gelbgefahr. Gleich sieben Spieler wären bei einer Verwarnung im Rückspiel am nächsten Dienstag in Lyon gesperrt. Dafür haben die Franzosen den Vorteil, sich ohne Ligabelastung fünf Tage lang konzentriert auf das Rückspiel vorbereiten zu können.

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