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SCR-Kapitän: "Es wird schwierig für uns" © APA (Fohringer)

Rapid-Kapitän Steffen Hofmann weiß um die Bedeutung des Bundesliga-Hits am Freitag in Wals-Siezenheim gegen Salzburg Bescheid.

Rapid-Kapitän Steffen Hofmann weiß um die Bedeutung des Bundesliga-Hits am Freitag in Wals-Siezenheim gegen Salzburg Bescheid. "Wenn wir Meister werden wollen, müssen wir gewinnen", betonte der Deutsche. Im Falle einer Niederlage würde der Abstand zum Titelverteidiger auf neun Punkte anwachsen, selbst ein Remis und damit ein Rückstand von sechs Zählern wäre vier Runden vor Schluss wohl zu viel.

Deshalb möchten die Hütteldorfer mit einem Sieg unbedingt die letzte Titelchance am Leben erhalten, auch wenn Hofmann warnte: "Die Salzburger haben einen guten Lauf, es wird schwierig für uns." Noch immer im Magen liegt dem Mittelfeldspieler das 0:1 gegen die Salzburger im vergangenen Februar im Hanappi-Stadion, als Rapid beim Stand von 0:0 durch Rangvald Soma eine Großchance versiebte. "Wenn man sich die Tabelle anschaut, sieht man, dass das eine entscheidende Partie war. Hätten wir gewonnen, wären wir jetzt punktegleich."

In diesem Match kam Hofmann überhaupt nicht zur Geltung - Salzburg-Coach Huub Stevens hatte Franz Schiemer auf den Regisseur angesetzt, der vom ÖFB-Teamspieler komplett aus dem Spiel genommen wurde. Einer neuerlichen Manndeckung blickt der 29-Jährige allerdings gelassen entgegen. "Wenn es so sein sollte, macht es die Sache sicher nicht einfach, doch dafür bekommen meine Mitspieler mehr Platz."

Laut Hofmann hat sich Schiemer zuletzt als einer der stärksten Defensivspieler der Liga bewährt. "Er läuft viel und gewinnt viele Zweikämpfe. Es ist sehr schwer, an ihm vorbeizukommen."

Auch der Oberösterreicher ist voll des Lobes über Österreichs aktuellen Fußballer des Jahres. "Wenn er den Ball bekommt, muss man schon direkt bei ihm stehen. Denn wenn er sich umdrehen und mit dem Ball Richtung Tor marschieren kann, wird's ganz schwierig", sagte Schiemer.

Ob er neuerlich als Hofmann-Bewacher abgestellt wird, weiß der 24-Jährige nicht. "Aber es wäre eine Variante. Immerhin hat es beim letzten Mal gut funktioniert, bis ich nach einer Stunde wegen einer Schwalbe vom Platz geflogen bin", erinnerte sich der zwölffache Internationale.

Schiemer sieht seine "Bullen" am Freitag klar im Vorteil. "Wir müssen nichts riskieren, können die Null halten. Rapid aber muss gewinnen. Und wenn wir siegen, wäre das die halbe Miete. Neun Punkte lassen wir uns nicht mehr nehmen."

Selbst die schwere Verletzung von Eddie Gustafsson hat den Optimismus von Schiemer nicht gebremst. "Uns hat das sehr getroffen, doch jetzt muss eine Trotzreaktion kommen. Wir werden noch enger zusammenrücken und versuchen, für Eddie den Titel zu holen", versprach der Defensivspezialist, der Gustafsson bereits im Spital besuchte. "Er ist schon wieder gut drauf und ich bin überzeugt, dass er genauso stark zurückkommen wird."

Einen mentalen Knacks innerhalb der Salzburger wegen der Gustafsson-Verletzung erwartet Schiemer nicht, und war damit einer Meinung mit Hofmann. "Es ist sehr schade, dass er sich so schwer verletzt hat, denn er ist ein positiver Spieler für Salzburg und die ganze Liga. Aber die Salzburger haben sich vom ersten Schock sicher erholt und werden voll Gas geben", vermutete der Rapid-Kapitän, der in der laufenden Saison bei 16 Toren hält und damit Jagd auf den vom Ex-Rapidler Antonin Panenka gehaltenen Bundesliga-Rekord für einen Mittelfeldspieler (18 Tore/1983/84) macht.

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