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Kärntner vor Spitzenspiel "topmotiviert" © APA (Archiv/Rubra)

Salzburgs Goalie Heinz Arzberger schlüpft im Fußball-Bundesliga-Schlager am Freitag daheim gegen den SK Rapid in eine ihm

Salzburgs Goalie Heinz Arzberger schlüpft im Fußball-Bundesliga-Schlager am Freitag daheim gegen den SK Rapid in eine ihm wohlbekannte Rolle. Nach dem Schien- und Wadenbeinbruch von Eddie Gustafsson springt der 37-Jährige als Ersatzmann ein, wie er es in der Mozartstadt bereits aufgrund von Verletzungen von Szabolcs Safar, Alexander Manninger und Timo Ochs getan hat.

Seinen bisher letzten Auftritt in der Bundesliga absolvierte Arzberger ausgerechnet beim 2:4 gegen Rapid am 10. Mai des Vorjahres im Hanappi-Stadion. Auch sein jüngster Pflichtspiel-Auftritt für die "Bullen" beim 1:0 in Grödig am 20. September 2009 in der zweiten Cup-Runde liegt schon lange zurück.

"Training kann Spielpraxis natürlich nicht ersetzen, aber ich hoffe, dass ich das durch meine Erfahrung kompensieren kann", erklärte der Kärntner, der dem Duell mit dem Rekordmeister schon entgegenfiebert. "Das ist ein ganz besonderes Match, in Österreich gibt es nicht viele Spiele solcher Art. Ich bin topmotiviert, verspüre auch eine besondere Spannung, aber keine Nervosität", beteuerte Arzberger.

Der Keeper hofft gegen Rapid auf den entscheidenden Schritt in Richtung Meistertitel. "Wir wollen dieses Match unbedingt gewinnen. Jeder kann sich ausrechnen, dass mit neun Punkten Vorsprung vier Runden vor Schluss nicht mehr allzu viel passieren kann."

Den Titel würde Arzberger auch dem schwer verletzten Gustafsson widmen. "Sein Ausfall ist ein schwerer Verlust. Er hat eine überragende Saison gespielt, ist ein außergewöhnlicher Tormann und auch Mensch. Meister werden wollten wir sowieso, aber jetzt umso mehr, weil wir Eddie den Titel schenken wollen."

Gustafsson erhielt am Dienstag im Spital Besuch von Arzberger und zeigte sich dabei wieder von seiner optimistischen Seite. "Er ist schon super drauf, macht seine Späße und redet wie gewohnt wie ein Wasserfall. Aber wenn ich die Bilder vom Foul sehe, geht mir das schon unter die Haut, weil wir ein sehr gutes Verhältnis haben. Auf diese Art wollte ich ganz sicher nicht in die Mannschaft kommen", meinte der Kärntner, der am 4. November 1995 sein Liga-Debüt gefeiert hatte. Damals erlitt Sturm-Graz-Goalie Roland Goriupp beim 1:1 gegen den GAK einen Schienbeinbruch, sein Ersatzmann hieß Heinz Arzberger.

Nun wird Arzberger neuerlich ungewollt zum Profiteur einer schweren Verletzung. Sein im Sommer auslaufender Vertrag wäre eigentlich nicht verlängert worden, durch die geänderte Situation darf der Tormann-Veteran aber auf einen weiteren Einjahres-Kontrakt als Ersatzgoalie bei den "Bullen" hoffen.

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