vergrößernverkleinern
Essien ist seit Dezember verletzt © APA (Archiv/epa)

50 Tage vor dem Start der Fußball-WM in Südafrika plagen Ghana große Personalsorgen. Der seit Dezember verletzt fehlende

50 Tage vor dem Start der Fußball-WM in Südafrika plagen Ghana große Personalsorgen. Der seit Dezember verletzt fehlende Superstar Michael Essien äußerte nämlich erstmals Zweifel, ob bei der ersten Weltmeisterschaft auf afrikanischem Boden dabei sein kann. "Zum jetzigen Zeitpunkt weiß ich das nicht. Ich schaue derzeit nur, wie es mir von Tag zu Tag geht", sagte der Chelsea-Mittelfeldspieler.

Seinem Club wird der 27-Jährige, der an den Folgen einer Knieoperation laboriert, im Endspurt des englischen Titelrennens aber ziemlich sicher fehlen. Es sei eher unwahrscheinlich, dass er in den restlichen drei Saisonspielen noch einmal auflaufen und den Londonern im Fernduell mit Titelverteidiger Manchester United helfen könne, erklärte Essien.

Eine Prognose, ob er bis zur WM wieder fit ist, wollte er angesichts des zähen Heilungsverlaufs nicht wagen: "Es ist schwer zu sagen, ob ich die Weltmeisterschaft spielen kann oder nicht." Sollte er es aber nicht schaffen, bis zum Saison-Höhepunkt fit zu werden, "muss ich zu Hause sitzen und das Team wie jeder andere Ghanaer unterstützen", betonte Essien, der aber noch Hoffnung für seine WM-Teilnahme hat. "Wir müssen einfach abwarten und sehen, was passiert."

Für die Westafrikaner käme ein WM-Aus ihres Schlüsselspielers einer Katastrophe gleich. Zumal fraglich ist, in welcher Form Kapitän Stephan Appiah die "Black Stars" beim Saison-Höhepunkt in Südafrika anführen kann. Wegen einer langwierigen Knieverletzung hat der 29-Jährige in dieser Saison noch kein Spiel für seinen Serie-A-Verein Bologna bestritten. Am vergangenen Wochenende stand Appiah aber beim 1:1 bei Udinese wieder erstmals im Kader des abstiegsbedrohten Clubs.

Ghana startet die unmittelbare WM-Vorbereitung am 24. Mai mit einem Trainingslager in Frankreich. Anschließend testen sie in drei Vorbereitungsspielen ihre Form, darunter am 1. Juni in Rotterdam gegen die Niederlande. In Südafrika bekommen es die "Black Stars", die vor vier Jahren in Deutschland als einziges afrikanisches Team ins WM-Achtelfinale aufgestiegen sind, in der Gruppe D mit Serbien (13. Juni), Australien (19. Juni) und Deutschland (23. Juni) zu tun.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel