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Gustafsson bereits aus dem Spital entlassen © APA (rubra)

Eddie Gustafsson, schwer verletzter Kapitän des Fußball-Meisters Red Bull Salzburg, hat wenige Stunden nach seiner Entlassung

Eddie Gustafsson, schwer verletzter Kapitän des Fußball-Meisters Red Bull Salzburg, hat wenige Stunden nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus am Freitagabend gegenüber Lukas Kragl versöhnliche Töne angeschlagen. Der Schwede, der am Sonntag nach einer Attacke des LASK-Stürmers einen Schien-und Wadenbeinbruch erlitten hatte, wollte dem Oberösterreicher keine Absicht unterstellen.

"So etwas kann passieren, vielleicht war er übermotiviert. Er ist noch jung und hat eine lange Karriere vor sich", sagte Gustafsson kurz vor dem Schlager gegen Rapid über den 20-Jährigen. "Er hat einen Fehler gemacht. Für ihn ist es jetzt schwierig, nach vorne zu schauen. Er hat sich bei mir entschuldigt. Ich glaube nicht, dass er mir absichtlich das Bein gebrochen hat", meinte der Goalie, der Kragls Attacke mit dem Rot-Foul von Bayern-Star Franck Ribery im Champions-League-Semifinale gegen Olympique Lyon verglich.

Bei allem Verständnis für den LASK-Kicker hätte sich Gustafsson für dessen Vergehen doch eine Rote Karte gewünscht. Dass es aufgrund der Gelben Karte für Kragl nicht einmal zu einer Sperre kam, weil dies laut FIFA-Regelung nicht möglich ist, stößt dem Skandinavier sauer auf. "Der Schiedsrichter hat in dieser Situation nicht gesehen, wie schlimm es war. Aber mit der Gelben Karte gibt man dem Spieler einen Freipass, das finde ich nicht richtig."

Gustafsson hat sich die Szene mit Kragl bereits via TV zu Gemüte geführt. "Ich war nicht vorbereitet, habe Kragl überhaupt nicht gesehen. Ich hatte keine Chance und habe gleich gewusst, dass das Bein gebrochen ist", erinnerte sich der 33-Jährige, für den ein Karriereende nicht zur Debatte steht. "Mein Ziel ist es, zurückzukommen. Ich denke, dass ich in sechs Monaten wieder spielen kann."

Von den seit Sonntag eintrudelnden Genesungswünschen zeigte sich Gustafsson überwältigt. "Ich bin gerührt, ich glaube, mein Handy ist kaputt. Die Fans sind unglaublich." In seinen Ersatzmann Heinz Arzberger hat Gustafsson vollstes Vertrauen. "Das ist kein Problem. Er ist 37 Jahre alt und sehr routiniert."

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