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HSV-Interimscoach Moniz soll's richten © APA (Archiv/epa)

Gegen Fulham muss der Hamburger SV nach dem Trainerrauswurf von Bruno Labbadia Farbe bekennen, um die verkorkste Saison noch zu

Gegen Fulham muss der Hamburger SV nach dem Trainerrauswurf von Bruno Labbadia Farbe bekennen, um die verkorkste Saison noch zu retten. "Wir haben eine Jahrhundertchance", so HSV-Vorstandsvorsitzender Bernd Hoffmann vor dem Halbfinal-Rückspiel in der Europa League am Donnerstag (Hinspiel: 0:0). Im zweiten Semifinale muss Liverpool gegen Atletico Madrid ein 0:1 gutmachen (Spielbeginn je 21.05 Uhr).

Nach dem 0:0 im Hinspiel reicht dem HSV ein Unentschieden mit einem Torerfolg zum Einzug ins "Heim-Finale" am 12. Mai. "Der Trainerwechsel kann die letzten Prozente aktivieren", meinte Hoffmann. Am Tag vor der Partie im ausverkauften Londoner Craven Cottage lobte der Vereinschef seinen neuen Interimscoach: "Ricardo Moniz hat immer bewiesen, dass er ein Top-Motivator ist."

Moniz, der ab der kommenden Saison Trainerausbilder bei Österreichs Meister Salzburg werden soll, hat in den vergangenen Nächten wenig geschlafen. "Extrem viele Videos von Fulham" habe er sich angeschaut, berichtete der Niederländer. "Wir müssen laufen, als wenn es unser letztes Spiel ist."

Die "Cottagers" von Trainer Roy Hodgson bangen noch um ihren Stürmerstar Bobby Zamora (Achillessehnen-Probleme), der schon 19 Saisontore geschossen hat. Ihre Heimstärke in dem kleinen, typisch englischen Stadion haben sie aber nicht zuletzt beim 4:1 gegen Juventus Turin bewiesen.

Für Liverpool, wie der HSV in der nationalen Meisterschaft lediglich auf Platz sieben zu finden, soll der Finaleinzug nach einer schwachen Saison Balsam auf den Wunden sein. Trainer Rafa Benitez ist trotz des Fehlens von Toptorjäger Fernando Torres optimistisch für das Heimspiel. "Ich bin zuversichtlich, mit den Fans im Rücken können wir jeden schlagen", betonte der Spanier.

Die Madrilenen, bei denen der im ersten Spiel gesperrte argentinische Stürmer Sergio Aguero wieder dabei ist, wollen dagegen in ihr drittes Europacupfinale einziehen. Bisher haben die Spanier einen Finalsieg, 1962 im Cupsiegerbewerb, und eine Niederlage, 1974 im Meister-Cup, zu Buche stehen.

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