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Pacult zollt dem Gegner Respekt © APA (Hochmuth)

Das 293. Wiener Derby wirft schon am Wochenende seine Schatten voraus. In der 33. Bundesliga-Runde geht es für Rapid und Austria

Das 293. Wiener Derby wirft schon am Wochenende seine Schatten voraus. In der 33. Bundesliga-Runde geht es für Rapid und Austria um erfolgreiche Generalproben. Die Hütteldorfer absolvieren ihre schon am Freitag daheim gegen Kapfenberg, die Violetten treten am Sonntag in Linz gegen den LASK an.

Die Grünweißen, die derzeit nur einen Punkt Vorsprung auf den Stadtrivalen aufweisen, wollen natürlich vorlegen und die Austria damit unter Druck setzen. "Wir schauen nur darauf, dass wir Unseres erledigen. Aber gegen die Kapfenberger kann man daheim drei Punkte verlangen", so Rapid-Trainer Pacult. Seine Mannschaft solle das vorletzte Saisonheimspiel so gestalten, dass die Zuschauer wieder zufrieden nach Hause gehen.

Ein Dreier würde das Erreichen des zweiten Ziels der Grünweißen, die seit zehn Runden ungeschlagen sind, automatisch nach sich ziehen. "Wir wollen weiter Zweiter bleiben", meinte der Wiener, der den Gästen und dessen Trainer Werner Gregoritsch Komplimente machte. "Sie sind nicht auf Rosen gebettet, aber er hat gute Arbeit geleistet. Sie sind zurecht oben geblieben." Die Obersteirer haben auch in der zweiten Saison nach dem Aufstieg die Klasse gehalten.

Damit liegen sie ganz im Liga-Trend. Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel 1995/96 ist kein Aufsteiger im zweiten Jahr abgestiegen. Dass der Tabellenvorletzte nur aufs Verteidigen aus sein werde, glaubt Pacult nicht. "Sie haben keinen Druck, versuchen immer schnell, von der Defensive in die Offensive zu schalten. Ich erwarte keinen Gegner, der sich einigelt. Wir müssen aber das Heft in die Hand nehmen und zeigen, welch heimstarke Mannschaft wir sind", forderte der Rapid-Feldherr, der nach dem 4-1-4-1- in Salzburg wieder auf das 4-4-2-System umstellt.

Die Kapfenberger, die seit ihrem Wiederaufstieg kein Spiel gegen Rapid gewonnen haben, wollen sich im "St. Hanappi" so teuer wie möglich verkaufen. "Wir haben unser Saisonziel mit dem Klassenerhalt schon lange erreicht, trotzdem werden wir bis zum Umfallen kämpfen. Meine Mannschaft muss Charakter zeigen, ein Punkt wäre für uns eine positive Überraschung", meinte Coach Gregoritsch, der nach einer ersten Inventur mit dem 18-jährigen Mario Grgic einen Liga-Debütanten aufbieten wird.

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