vergrößernverkleinern
Kuyt rackerte letzlich umsonst © APA (epa)

Der FC Fulham und Atletico Madrid bestreiten das Finale der Europa League in Hamburg. Die Engländer besiegten vor eigenem

Der FC Fulham und Atletico Madrid bestreiten das Finale der Europa League in Hamburg. Die Engländer besiegten vor eigenem Publikum den Hamburger SV mit 2:1 (0:1), den Spaniern reichte eine 1:2-Niederlage nach Verlängerung beim FC Liverpool. Atletico Madrid verhinderte damit ein rein englisches Finale und schaffte das Kunststück, mit nur zwei Siegen in 14 Spielen in das Endspiel einzuziehen.

Der HSV scheiterte unter Neo-Coach Ricardo Moniz damit zum zweiten Mal in Folge denkbar knapp am Einzug in ein Europacup-Endspiel, im Vorjahr war im UEFA-Cup gegen Werder Bremen im Halbfinale Endstation. Für den HSV traf Mladen Petric in der 22. Minute mit einem traumhaften Freistoß. Doch Fulham, das in seiner Historie noch nie einen Titel gewonnen hat, steckte vor den Augen von Edelfan und Hollywoodstar Hugh Grant nicht auf.

Zwei Tore mussten die Gastgeber nach dem 0:0 im Hinspiel nun erzielen, und sie taten es auch. Die Londoner machten in der 69. Minute durch eine herrliche Aktion von Davis, der Demel im Strafraum austrickste, das 1:1. Nur sieben Minuten später versetzte Fulham dem HSV den Todesstoß: Der Ungar Gera nutzte die Verwirrung im Hamburger Strafraum nach einem Eckball und netzte aus kurzer Distanz zur Führung ein (76.).

In Liverpool wähnten sich die Gastgeber beim Stand von 2:0 bis zur 102. Minute im Endspiel, ehe Diego Forlan, der schon im Hinspiel getroffen hatte, den Anschlusstreffer zum 1:2 erzielte und damit das fünfte europäische Finale der "Rojiblancos" perfekt machte. Nach einer Vorlage von Benayoun hatte der alleinstehende Aquilani aus rund 12 Metern zum 1:0 getroffen (44.).

Die Pattstellung resultierte in einer Verlängerung, in der erst Yossi Benayoun mit einem Drop-Kick aus spitzem Winkel das 2:0 machte (95.). Doch die Spanier wendeten das Blatt in einem offenen Schlagabtausch noch zu ihren Gunsten: Forlan, bis dahin eher unauffällig, gelang nach einer Flanke von Jose Antonio Reyes der Anschlusstreffer, der den Aufstieg bedeutete (102.).

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel