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Mutu war schon einmal gesperrt worden © APA (epa)

Der italienische Fußball-Erstligist AC Fiorentina will sich vom Dopingsünder Adrian Mutu trennen, obwohl der Vertrag des

Der italienische Fußball-Erstligist AC Fiorentina will sich vom Dopingsünder Adrian Mutu trennen, obwohl der Vertrag des Rumänen beim toskanischen Verein noch bis 2012 läuft. "Mutu hat begriffen, dass er uns in Schwierigkeiten versetzt hat. Über seine Zukunft werde ich mit dem Verein sprechen und wir werden die bestmögliche Lösung für uns alle ergreifen", berichtete Coach Cesare Prandelli.

"Mutu hat einen schweren Fehler begangen. Fest steht, dass Fiorentinas Zukunft Stevan Jovetic heißt", betonte Fiorentinas Sportdirektor Pantaleo Corvino, der sich auf den montenegrinischen Star des Vereins bezog. Dieser hat in dieser Saison elf Tore geschossen, fünf davon in der Champions League.

Nachdem Mutu am 19. April zu einer Dopingsperre von neun Monaten verurteilt worden war, hat der Serie-A-Club diese Woche beschlossen, die Zahlungen an den Spieler um 50 Prozent zu reduzieren. Die Gehaltskürzung gilt bis Ablauf der Sperre im kommenden Oktober.

Mutu war nach dem Erstligaspiel am 10. Jänner gegen Bari und am 20. Jänner nach dem Cup-Duell mit Lazio Rom positiv auf die verbotene Appetitzügler-Substanz Sibutramin getestet worden. Diese wird als leistungsfördernd eingestuft. Er hatte die Einnahme eines Abführmittels während der Weihnachtsferien zugegeben.

Der Rumäne war 2004 nach einem positiven Kokain-Test in England schon einmal für sieben Monate gesperrt worden. Die Kontrolle war damals von seinem Club Chelsea veranlasst worden. Da es kein offizieller Dopingtest war, wurde Mutu vom Weltverband FIFA nur zu einer Disziplinar-, nicht jedoch zu einer Dopingstrafe verurteilt.

Wegen der Kokain-Affäre befindet sich Mutu immer noch im Rechtsstreit mit seinem Ex-Club Chelsea. Der internationale Sportgerichtshof in Lausanne (CAS) hatte den Fußballer zu einer Schadenersatzzahlung an den Premier-League-Club in Höhe von 17 Millionen Euro verurteilt. Der Rumäne hat dagegen vor dem Schweizer Bundesgericht Einspruch eingelegt.

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