vergrößernverkleinern
Auch Totti hofft auf eine Inter-Niederlage © APA (epa)

Der spannende italienische Fußball-Titelkampf macht das Undenkbare wahr: Die Fans von AS Roma werden am Sonntag dem Erzfeind

Der spannende italienische Fußball-Titelkampf macht das Undenkbare wahr: Die Fans von AS Roma werden am Sonntag dem Erzfeind Lazio Rom die Daumen drücken. Denn Lazio empfängt am Sonntagabend in der 36. Runde Romas Titelkonkurrenten Inter Mailand, der drei Spiele vor Schluss zwei Zähler mehr als die Hauptstädter auf dem Konto hat. Roma will bereits am Samstagabend auswärts gegen Parma vorlegen.

Am vergangenen Wochenende ist es aufgrund von Romas Heimniederlage gegen Sampdoria zum neuerlichen Führungswechsel an der Serie-A-Spitze gekommen, nach der ersten Pleite nach 24 ungeschlagenen Partien ist Roma nun auf Hilfe von Lazio angewiesen. Die Rivalität zwischen den beiden Clubs zählt zu den erbittertsten überhaupt, das jüngste Derby war von einem Massentumult auf dem Spielfeld und einmal von Gewalt auf den Straßen Roms begleitet worden.

Zahlreiche Fans von Lazio haben in Internet-Foren eine Niederlage ihrer Mannschaft gegen Inter gefordert. Noch dazu, weil es für Lazio aufgrund von scheinbar sicheren sechs Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz fast um nichts mehr geht. Es ist durchaus denkbar, dass ein Lazio-Spieler bei einem Tor am Sonntag vom eigenen Anhang ausgepfiffen wird.

Trainer Edy Reja schließt aber aus, dass sein Team gegen den Champions-League-Finalisten absichtlich verlieren will. "Wir sind noch nicht fix vor dem Abstieg gerettet, so etwas können wir uns nicht leisten. Wir wollen das bestmögliche Ergebnis herausholen", versprach Reja. Inter hat die Chance, als erster italienischer Verein das Triple mit Champions League, Meisterschaft und Cup zu holen. Der Gegner im Cup-Finale am Mittwoch heißt AS Roma. In der Liga wäre es bereits der fünfte Titel in Serie, nach Lazio warten mit Chievo und Siena zwei durchaus schlagbare Gegner auf Inter.

Bei Inter dürfte Marko Arnautovic nicht im Kader stehen, beim Champions-League-Aufstieg am Mittwoch in Barcelona war der Wiener auf der Ersatzbank gesessen. Atalanta Bergamo muss daheim gegen Bologna gewinnen, um die Chance auf den Klassenerhalt zu wahren. Bei Atalanta wird György Garics nach Verletzung wieder in den Kader zurückkehren, der Verteidiger dürfte jedoch auf der Bank sitzen. Ebenso Ersatz dürften Erwin Hoffer bei Napolis Auftritt bei Chievo Verona, Robert Gucher bei Genoas Match in Bari und Jürgen Prutsch beim Gastspiel von Absteiger Livorno gegen Sampdoria Genua sein. Auf der Bank von Juventus wird in Catania Ersatztormann Alexander Manninger Platz nehmen.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel