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Boskovic ist endgültig zurück in alter Form © APA (Hochmuth)

Der SK Rapid hat im Kampf um Platz zwei in der Fußball-Bundesliga vorgelegt. Die Hütteldorfer gewannen am Freitag im

Der SK Rapid hat im Kampf um Platz zwei in der Fußball-Bundesliga vorgelegt. Die Hütteldorfer gewannen am Freitag im Hanappi-Stadion eine unterhaltsame Partie gegen den Kapfenberger SV mit 5:3, wahrten damit die minimale Titelchance, hielten aber vor allem die Austria auf Distanz. Der Erzrivale liegt vor der Sonntag-Partie in Linz gegen den LASK vier Punkte hinter den Grün-Weißen.

Rapid festigte Rang zwei dank zweier Treffer in einem leidenschaftlichen Schlussspurt. Davor hatten die Kapfenberger bewiesen, dass ein Außenseiter einen klar besseren Gegner nicht nur mit einer Betontaktik a la Inter Mailand ärgern kann. "Es war ein schönes Spiel für die Zuschauer", resümierte Rapid-Trainer Peter Pacult.

Schön und vor allem abwechslungsreich wurde die Partie, deren Torschuss-Bilanz am Ende bei 29:11 stand, dank des Catenaccio-Verzichts der Steirer und Nachlässigkeiten in beiden Abwehrreihen. "Nach drei Gegentoren kann man das Buch nicht einfach schließen", meinte Pacult und forderte von einigen Kickern mehr Bereitschaft zur Selbstkritik.

Allerdings zieht der Wiener ein Ergebnis wie gegen Kapfenberg einem "italienischen" Resultat gern vor. "Mir sind solche Spiele lieber als ein heruntergegurktes 1:0. So nehmen die Fans ein schönes Erlebnis mit nach Hause."

Sein Widerpart Werner Gregoritsch vermutete zwar, ein Unentschieden wäre verdient gewesen, konnte die Niederlage aber mit Blick auf die ansprechende Leistung seiner Youngsters wie Zweifach-Torschütze Deni Alar verschmerzen. "Wir haben Leidenschaft und unser Fußball-Potenzial abgerufen. Doch bei jungen Spielern passieren eben Fehler, vor allem bei so einer Kulisse", sagte der Steirer.

Zum Verhängnis wurden den "Falken" schließlich die Doppelpacks von Nikica Jelavic und Branko Boskovic, die beide in der kommenden Saison nicht mehr bei Rapid zu sehen sein könnten. Boskovic wird seinen im Sommer auslaufenden Vertrag wegen finanzieller Differenzen wohl nicht verlängern. Jelavic hat das Interesse von mehreren Clubs, darunter angeblich auch von Benfica Lissabon, geweckt.

Der Kroate hält mittlerweile bei 17 Treffern in diesem Spieljahr, liegt jedoch immer noch hinter Steffen Hofmann. Der Deutsche gab gegen Kapfenberg bereits zum 18. Mal seine Visitenkarte ab, egalisierte damit den Saison-Torrekord eines Rapid-Mittelfeldspielers von Antonin Panenka von 1983/84 und war zumindest bis Samstag ex aequo mit Roman Wallner bester Torjäger der Liga. Hofmann hat nun die Chance, als erster "echter" Mittelfeldspieler überhaupt die Torjägerkrone zu holen - einige der früheren Schützenkönige wie Ivica Vastic, Tibor Nyilasi oder Willy Kreuz pendelten zwischen Mittelfeld und Angriff.

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