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Prekäre Situation in Italiens Hauptstadt © APA (Archiv/epa)

Der Chef des italienischen Erstligisten Lazio Rom, Claudio Lotito, hat Morddrohungen erhalten. Er habe vor dem Spiel vergangenen

Der Chef des italienischen Erstligisten Lazio Rom, Claudio Lotito, hat Morddrohungen erhalten. Er habe vor dem Spiel vergangenen Sonntag gegen Tabellenführer Inter Mailand (0:2) einen Brief mit Pistolenkugeln bekommen, berichtete Lotito nach Angaben italienischer Medien.

"Wir haben immer wieder die Notwendigkeit hervorgehoben, den sportlichen Geist zu bewahren und niemals verbale oder physische Gewalt zuzulassen. Wir haben aber immer wieder ein Verhalten festgestellt, das die Lazio-Fans schwer verletzt und zu einem hasserfüllten Klima geführt hat, das dem Sport in Rom zutiefst schaden", sagte Lotito. Er klagte, dass sowohl er, als auch die Lazio-Manager und Spieler bedroht worden seien. "Das loyale sportliche Verhalten Lazios und seiner Spieler darf von niemandem infrage gestellt werden", meinte Lotito.

Der Lazio-Chef bezog sich auf den Vorwurf von AS Rom, Lazio habe bei der 0:2-Niederlage in Rom gegen Inter dem Tabellenführer nur äußerst geringen Widerstand geleistet, um dem Stadtrivalen, der auf Platz zwei der Tabelle zwei Punkte hinter Inter rangiert, keine Chance auf den Scudetto zu geben. Vertreter der AS Roma hatten sich nach dem Schlusspfiff fassungslos gezeigt. "Nach dem, was wir heute gesehen haben, unsere Liga als die schönste der Welt zu bezeichnen, ist absurd. Wäre ich an der Stelle von Inter, ich würde mich über so einen Sieg schämen", klagte Roma-Präsidentin Rosella Sensi.

Schon am Mittwoch bietet sich den Römern die Gelegenheit zu einer kleinen Revanche. Im Olympiastadion kommt es zwischen Roma und Inter zum Duell um die Cup-Trophäe, die nur noch in einem Final-Match und nicht wie bisher in Hin- und Rückspiel vergeben wird.

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