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Das Wiener Derby bürgt immer für Brisanz © APA (Archiv/Pfarrhofer)

FK Austria gegen SK Rapid - das 293. Wiener Derby, das 261. in der Meisterschaft, hat am Mittwochabend in der 34.

FK Austria gegen SK Rapid - das 293. Wiener Derby, das 261. in der Meisterschaft, hat am Mittwochabend in der 34. Bundesliga-Runde einen ganz besonderen Reiz. Ab 20.30 Uhr (live ORF 1 und Sky Austria) geht es im mit 13.000 Zuschauern ausverkauften Horr-Stadion nicht nur um das Prestige, die Fußball-Ehre und den Nummer-eins-Status in der Stadt, sondern auch um die Vorentscheidung im Kampf um den inoffiziellen Titels eines Vizemeisters hinter Red Bull Salzburg.

Den Startplatz in der Europa League haben sowohl die drittplatzierten Favoritner als auch die unmittelbar vor ihnen liegenden Hütteldorfer schon fix in der Tasche. Gewinnen die Violetten, sind sie vorerst und erstmals seit dem 28. Februar (22. Runde) wieder Tabellenzweite. Die Grünweißen würden mit einem Unentschieden den Lokalrivalen mit einem Zähler auf Distanz halten.

Die Austrianer könnten die "Bullen" schon mit einem Remis zum Meister machen. Vorausgesetzt, diese setzten sich am (heutigen) Dienstag in Kapfenberg durch. "Mir wäre es recht, wenn Kapfenberg gewinnt und wir auch siegen. Ein 1:0 für uns würde ich liebend gerne nehmen", sagte Austria-Coach Karl Daxbacher, der nach Erreichen des Europacup-Startplatzes neue Ziele für seine Mannen ausgegeben hat.

"Wir wollen das Derby gewinnen, für den Rest der Saison heißt unsere Vorgabe: zweiten Platz erreichen", verkündete der Niederösterreicher, der seiner Truppe ein große Kompliment machte. Die Spieler, die zum Verein gekommen sind, hätten nach den Ausfällen der Stürmer Jun und Okotie im Herbst sowie von Acimomic im Frühjahr dem Druck standgehalten und die Jungen wie Dragovic, Leovac, Suttner den Sprung in die Mannschaft geschafft. "Das war für mich beeindruckend, wenngleich noch einige Schwächen auszumerzen sind."

Sowohl die seit neun Runden (7-2-0/seit dem 0:2 am 14. März in Hütteldorf) ungeschlagenen Austrianer als auch die seit elf Partien (7-4-0/0:1 am 28. Februar gegen RB Salzburg) unbesiegten Rapidler seien derzeit gut drauf, die Qualität der Partie werde besser als das Derby im Hanappi-Stadion. Die Zuschauer würden auf ihre Rechnung kommen. Die Vorfälle von damals, als Hofmann die Hausherren nach Intervention des Schiri-Assistenten (Ellbogen von Bak gegen Konrad) aus einem Elfer in Führung brachte und Baumgartlinger und Acimovic vom Platz flogen, seien abgehakt.

Auch Thomas Parits ist froh, dass die internationale Geschäft unter Dach und Fach ist. "Es gibt für einen Spieler nichts Schöneres, als vor einem vollen Haus zu spielen. Die Mannschaft ist hochmotiviert, es läuft im Moment gut und ich bin überzeugt, dass wir mit dem nötigen Quäntchen Glück gewinnen werden", sagte violette AG-Vorstand. Die Spieler brennen auf die Partie. "Wir wollen Nummer eins von Wien werden", meinte stellvertretend Florian Klein.

Von einer Revanche für das 0:2 sprach Zlatko Junuzovic. "Das Stadion wird beben, wir sind im Moment wirklich gut drauf und holen auch die Punkte. Ich bin daher zuversichtlich, dass wir nun auch Rapid schlagen werden", sagte der Mittelfeldspieler. Sein Trainer wird sich taktisch wieder etwas einfallen lassen. Was das sein wird, verriet er freilich nicht. Daxbacher, der in seinem 70. Liga-Spiel als Austria-Coach vor dem 25. Heimsieg steht, schloss nur aus, dass die rekonvaleszenten Safar, Acimovic und Okotie in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen.

Die Austria, die von den jüngsten 15 Derbys nur zwei (2-7-6) für sich entschieden hat, holte im Frühjahr zwar fünf Punkte mehr als Rapid (26), ist aber seit fünf Duellen mit dem Erzrivalen (2:0 am 11. November 2008 im Horr-Stadion durch Tore von Krammer und Okotie) sieglos. Die Rapidler warten ihrerseits schon seit 22. Oktober 2005 (2:0 durch Lawaree und Kincl) auf einen vollen Erfolg im Horr-Stadion.

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