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Kapfenberg jubelt über das 1:0 © APA (Leodolter)

Fußball-Bundesliga-Titelverteidiger Salzburg ist am Dienstag in der 34. und drittletzten Runde in Kapfenberg gestolpert. Die

Fußball-Bundesliga-Titelverteidiger Salzburg ist am Dienstag in der 34. und drittletzten Runde in Kapfenberg gestolpert. Die Steirer besiegten den Tabellenführer sensationell 2:0 (1:0). Richtig spannend würde der Titelkampf aber nur dann noch einmal werden, wenn es am Mittwoch im Wiener Derby zwischen Austria und Rapid einen Sieger gibt.

Trotz des Ausrutschers führen die Salzburger, die zuvor 22 Runden unbesiegt waren, nämlich aktuell noch sechs Punkte vor den Rapidlern und sieben vor den Austrianern. Kapfenberg ging durch Sencar (11.) in Führung, doch kurz vor der Pause schien die Partie zu kippen. Schönberger sah die Rote Karte (37.) und wenig später bekam Salzburg einen Elfmeter zugesprochen, doch Janko scheiterte am an diesem Abend überragenden Kapfenberg-Keeper Wolf (40.). Nach dem Wechsel ließen sich die leidenschaftlich kämpfenden Steirer trotz Unterzahl nicht bezwingen und schafften aus einem Konter durch Alar die Entscheidung (71.).

In Kapfenberg wurde schnell klar, dass der Underdog nach dem 3:5-Krimi gegen Rapid auch den Titelfavoriten unbedingt ärgern möchte. Die aggressiven und defensiv gut organisierten Hausherren, die auf Tabellenrang neun einzementiert sind, gingen auf dem rutschigen Rasen schnell in Führung. Nach Flanke von Alar gewann Pavlov das Kopfballduell gegen Schwegler und Sencar hatte aus kurzer Distanz keine Mühe (11.).

Die Salzburger versuchten Ordnung in ihr Spiel zu bekommen und ein ähnliches Kunststück wie am vergangenen Samstag gegen Wr. Neustadt zu vollbringen. Da war es nach einem 0:1-Rückstand 25 Minuten später 4:1 gestanden. Doch diese Partie war eine härtere Nuss, bis auf einen Opdam-Schuss übers Tor (20.) gelang Salzburg lange Zeit gar nichts Auffälliges.

Bis zur 37. Minute, in der der bis dahin völlig unauffällige Janko von Schönberger niedergerungen wurde. Schönberger sah wegen Torraubs Rot, den Freistoß von knapp außerhalb des Strafraums zog Janko am linken Kreuzeck vorbei (39.). Nur Sekunden später brachte Schmid im Kapfenberger Strafraum Svento zu Fall, beim von Janko zu schwach geschossenen Elfmeter ins rechte Eck war Wolf zur Stelle (40.). Wolf hatte bereits am 13. März beim 0:1 in Salzburg einen Elfer von Janko pariert.

Nach der Pause waren die Fronten klar abgesteckt. Kapfenberg verteidigte mit purer Leidenschaft sowie Mann und Maus, Salzburg zog ein Powerplay auf. Cziommer (48., 55., 59.), Janko (51.) und Tchoyi (68.) scheiterten meist am überragenden Wolf bzw. verfehlten das Tor.

Kapfenberg blieb trotz Unterzahl im Konter gefährlich und schlug in der 71. Minute eiskalt zu. Schiemer und Ulmer patzten in der Salzburger Abwehr und Alar bezwang Salzburg-Goalie Arzberger im zweiten Anlauf. Salzburg stürmte verzweifelt, aber ideenlos, der steirische Abwehrbeton hielt.

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