vergrößernverkleinern
"Kaiser" meldet sich in Tormann-Frage zu Wort © APA (Archiv/dpa)

Franz Beckenbauer hält ein WM-Comeback von Torhüter Jens Lehmann nur dann für sinnvoll, wenn DFB-Bundestrainer Joachim Löw

Franz Beckenbauer hält ein WM-Comeback von Torhüter Jens Lehmann nur dann für sinnvoll, wenn DFB-Bundestrainer Joachim Löw den 40-Jährigen in Südafrika auch einsetzen würde. "Jogi Löw muss klar sein: Falls er sich für Lehmann entscheidet, dann nur als Nummer 1. Den kannst du nicht auf die Bank setzen", sagte der Weltmeister-Teamchef von 1990 im "Bild"-Interview.

Löw muss nach dem verletzungsbedingten Ausfall des Leverkuseners Rene Adler (Rippen-Operation) eine neue Nummer 1 für die am 11. Juni beginnende Weltmeisterschaft suchen. "Lehmann ist unser erfahrenster Torwart, hat bei den letzten Turnieren 2006 und 2008 gut gehalten", würdigte Beckenbauer die sportlichen Leistungen des Torwarts vom VfB Stuttgart, der seine Profi-Karriere im Sommer beenden wird. Er sehe "solche Rückholaktionen" aber "eher skeptisch", ergänzte Beckenbauer. Lehmann war nach der EM 2008 aus der Nationalelf ausgeschieden.

Beckenbauer traut sowohl dem Schalker Manuel Neuer als auch dem Bremer Tim Wiese die Nummer-1-Rolle in Südafrika zu. Den Ausfall von Adler bezeichnete der "Kaiser" darum als "nicht so dramatisch". Löw verfüge noch über "Alternativen" im Tor. Als dritter Torwart neben Neuer und Wiese plädiert Beckenbauer für Routinier Jörg Butt vom FC Bayern München: "Mit Jörg Butt kann man keinen Fehler machen." Er habe bei Bayern "ein hervorragendes Jahr" hinter sich. Deutschland trifft bei der WM in Gruppe D auf Australien, Serbien und Ghana.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel