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Xavi Hernandez am Ball © APA (epa)

In der Champions League hat der FC Barcelona die Chance verspielt den Triumph in der europäischen Fußball-Königsklasse zu

In der Champions League hat der FC Barcelona die Chance verspielt den Triumph in der europäischen Fußball-Königsklasse zu wiederholen. In der spanischen Meisterschaft dagegen ist Barca auf dem besten Weg, den Titel erfolgreich zu verteidigen. Am Dienstag machte der Meister mit einem 4:1-Sieg über Abstiegskandidat Teneriffa einen weiteren Schritt Richtung Titel und stellte einen neuen Rekord auf.

Der Tabellenführer bringt es zwei Runden vor Saisonschluss auf 93 Punkte, mehr als jemals ein Club in der Geschichte der Primera Division erreicht hatte. Die Katalanen knackten die bisherige Bestmarke von Real, das 1996/97 mit Trainer Fabio Capello auf 92 Zähler gekommen war. Dabei trug Barcelona sechs Spiele weniger aus als der bisherige Rekordhalter, denn die damalige Saison war über 42 Runden gegangen.

Weltfußballer Lionel Messi zeigte sich erneut in Torlaune. Mit seinen Saisontoren Nummer 30 und 31 (18. und 90. Minute) unterstrich der Argentinier seine Anwartschaft auf den Goldenen Schuh für den erfolgreichsten Torschützen in Europa. Die weiteren Treffer steuerten Jungstar Bojan Krkic (64.) und Pedro (77.) bei. "Eine perfekte Symphonie der drei kleinen Tenöre", titelte die Zeitung "La Vanguardia". Roman Martinez (40.) war für Teneriffa das 1:1 gelungen.

Mit dem Sieg baute Barca an der Spitze der Liga seinen Vorsprung vor Real für wenigstens 24 Stunden auf vier Punkte aus. Die Madrilenen müssen am Mittwoch (22.00 Uhr) beim Tabellenvierten RCD Mallorca, der Überraschungself der Saison, antreten. Bei einer Niederlage dürfte das Rennen um den Titel zugunsten Barcas entschieden sein. "Wir werden in Sevilla gewinnen müssen, wenn wir Meister werden wollen", sagte Barca-Trainer Josep Guardiola.

Die Blau-Roten hatten bei strömendem Regen mit den Inselkickern von den Kanaren mehr Mühe als erwartet. Regisseur Xavi spielte trotz eines Muskelfaseranrisses im Oberschenkel. Dies ließ in Spanien die Befürchtung aufkommen, der Spielmacher könnte seine Teilnahme an der Weltmeisterschaft aufs Spiel setzen. Guardiola wies solche Sorgen zurück. "Die Leute aus Terrassa haben ganz besondere Muskelfasern", witzelte der Coach unter Anspielung auf Xavis Heimatort vor den Toren von Barcelona.

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