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Suttner wird es mit Tchoyi zu tun bekommen © APA (Neubauer)

Für die Meister-Party im heimischen Profi-Fußball ist am Sonntag in der 35. und vorletzten Runde alles angerichtet. Der FC

Für die Meister-Party im heimischen Profi-Fußball ist am Sonntag in der 35. und vorletzten Runde alles angerichtet. Der FC Salzburg kann im Heimspiel (16.00 Uhr) gegen Austria Wien mit einem Remis erstmals in der Ära von Red Bull den Titel in der Bundesliga mit Erfolg verteidigen. Bundesliga-Präsident Hans Rinner und Vorstand Georg Pangl bringen den "Meisterteller" mit.

Im Lager der "Bullen" wundert man sich darüber, dass nach den jüngsten Resultaten neue Spannung im Titelkampf aufgekommen sein soll. "Wenn ich auf die Tabelle schaue, dann verstehe ich die ganze Aufregung nicht. Wir haben noch immer vier Punkte Vorsprung. Vor einer Woche mussten wir noch vier Zähler holen, jetzt nur noch einen. Wieso soll der Druck bei uns liegen?", fragt Huub Stevens, der als Trainer noch keinen nationalen Meistertitel gewonnen hat.

Auch kennt der Niederländer unmittelbar vor dem Matchball kein Nervenflattern. "Ich habe nach dem Spiel in Kapfenberg und auch nach dem Wiener Derby gut geschlafen", erzählte der "Bullen"-Dompteur. Und an sein Titeltrauma vom 19. Mai 2001, als er als Coach des FC Schalke in letzter Sekunde den Titel dem FC Bayern hatte überlassen müssen, wird er nur deswegen erinnert, weil er derzeit die eine oder andere Geschichte darüber liest.

Dass es ihm jetzt wie damals gehen könnte, daran denkt Stevens, der jedes Spiel mit einem Sieg beenden möchte, überhaupt nicht. Er macht sich auch keine Sorgen darüber, dass es schwierig ist, den einen noch fehlenden Punkt ins Trockene zu bringen. Da Sekagya wieder fit ist, dürfte dieser ein Comeback geben. Denkbar ist auch, dass der quirlige Wallner anstelle von Janko die bessere "Waffe" gegen die kopfballstarke Austria-Innenverteidigung ist.

Obwohl die seit zehn Runden (8-2-0) ungeschlagenen Gäste mit breiter Brust kommen und den Spielverderber der Meister-Party geben wollen, bleibt Karl Daxbacher Realist. "Die Salzburger sind klarer Favorit", sagte der Austria-Feldherr, fügte aber im gleichen Atemzug unmissverständlich hinzu: "Wir fahren hin und versuchen, zu gewinnen."

Sollten die Favoritner drei Punkte entführen, dann wird es nochmals interessant, die Entscheidung erst in der letzten Runde am Donnerstag fallen. "Auch wenn wir Zweiter werden sollen, müssen wir gewinnen", meinte Daxbacher, der vom ersten vollen Erfolg der Austrianer in Wals-Siezenheim seit dem 30. September 2007 (1:0 durch Emin Sulimani) hundertprozentig überzeugt ist.

Seine Mannschaft schwebe durch die jüngsten Erfolge derzeit auf einer Welle der Euphorie. "Eine solche Welle ist nötig, um erfolgreich zu sein und mit dem Erfolg stellt sich dann auch das nötige Glück ein", glaubt der Niederösterreicher, der sicher ist, dass seine Mannen für das Gipfeltreffen gerüstet sind. "Wir sind in Form und top, was das Mentale und Körperliche betrifft", meint der 57-Jährige.

Aufstellung und Taktik wird er ähnlich anlegen, wie in den jüngsten Partien. Seine endgültige Wahl, wie seine Elf das 4-1-4-1-System des Gegners bekämpfen wird, trifft er erst am Samstag. Er überlegt taktische Korrekturen. "Wir wissen um die Stärke der Salzburger bei Standardsituationen und von Schiemer, Afolabi und Janko im Kopfballspiel. Außerdem ist der Kunstrasen noch immer ihr Vorteil für die Salzburger", sagt Daxbacher.

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