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Kavlak und Kollegen wollen noch Platz zwei © APA (Pfarrhofer)

Rapid hat sich im letzten Heimspiel der Bundesliga-Saison einen Sieg als Ziel gesetzt. Die Hütteldorfer wollen sich am Sonntag

Rapid hat sich im letzten Heimspiel der Bundesliga-Saison einen Sieg als Ziel gesetzt. Die Hütteldorfer wollen sich am Sonntag im bereits ausverkauften Hanappi-Stadion gegen Sturm Graz ehrenvoll von ihrem Publikum verabschieden und so auch noch um Rang zwei mitspielen. "Ich verlange eine konzentrierte Leistung. Es geht um Platz zwei, und dazu brauchen wir einen Sieg", meinte Trainer Peter Pacult.

Geht es jedoch nach Sturm-Betreuer Franco Foda, dann soll im Westen Wiens keine Partystimmung aufkommen. "Wir werden versuchen, zu gewinnen. Das wird auswärts gegen Rapid zwar schwierig, aber wir haben schon bewiesen, dass wir es können", erinnerte der Deutsche an den 12. April des Vorjahres, als die "Blackies" den Grün-Weißen die erste Heimniederlage nach 29 Partien zufügten.

Bei Rapid ist unterdessen die Derby-Niederlage und das damit verbundene Ende der letzten Titelhoffnungen angeblich abgehakt. "Es ist normal, dass eine Enttäuschung da ist. Aber wenn ich mich zu lange mit einer Niederlage beschäftige, werde ich nicht aufstehen können", sagte Pacult.

Als positive Erkenntnis vom 0:1 im Horr-Stadion blieb dem Trainer die physische Stärke seiner Mannschaft. "Man hat gesehen, dass wir im körperlichen Bereich sehr gut waren, leider hatten wir vor allem vorne zu viele Abspielfehler. Doch wenn man die gesamten 90 Minuten hernimmt, waren wir um einen Tick aktiver", behauptete der 50-Jährige.

Gegen die Grazer erwartet Pacult ein ähnlich enges Spiel wie im Derby. "Spiele gegen Sturm waren in den letzten Jahren immer interessante Partien, und das kann man auch für Sonntag erwarten. Für die Grazer ist die Saison vielleicht nicht so wie erhofft gelaufen, dafür haben sie noch den Vorteil des Cup-Finales", meinte der Coach.

Seine Mannschaft sei hingegen in diesem Spieljahr nicht unter den Erwartungen geblieben. "Wir haben uns vor Saisonbeginn ein Ziel gesetzt (Anm.: das Erreichen eines internationalen Startplatzes), und das haben wir erreicht. Deswegen muss ich der Mannschaft ein Kompliment für die ausgezeichnete Arbeit machen."

Einem möglicherweise verpassten Titelgewinn wollte Pacult nicht nachtrauern. "Was wäre wenn - dieses Spiel spiele ich nicht mit. Ich bin nicht einer, der nachgrübelt." Trotz der Verkäufe von Erwin Hoffer und Stefan Maierhofer im Sommer habe man ein ausgezeichnetes Spieljahr abgeliefert. "Wir haben uns in dieser Saison sportlich sehr gut und wirtschaftlich noch besser präsentiert", betonte Pacult.

Für die kommende Spielzeit laufen die Pläne bereits auf Hochtouren, auch was die Infrastruktur des Vereins betrifft. Ende Juli wird ein neuer Fan-Shop samt angeschlossenem Rapid-Pub im ehemaligen "Goleador" eröffnet, das Rapid-Museum soll im Dezember in den Räumlichkeiten des derzeitigen Fan-Shops präsentiert werden. Anfang Juli werden die neuen Auswärtsdressen vorgestellt, die gleich aus zwei Garnituren bestehen - einer rot-blauen und einer weiß-grünen.

Zunächst aber geht es noch um einen versöhnlichen Abschluss und auch um die Torjägerkrone, auf die Steffen Hofmann (so wie Marc Janko und Roman Wallner 18 Treffer) und Nikica Jelavic (17) gute Chancen haben. "Es wäre schön, wenn ich Schützenkönig werde, aber es ist kein großes Ziel von mir. Der Jela kann's von mir aus auch werden", erklärte der deutsche Mittelfeldspieler.

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