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Feintechniker geht in Pension © APA (Archiv/Rubra)

Herwig Drechsel schlüpft am Sonntag (16.00 Uhr) im Heimspiel gegen den SK Austria Kärnten zum letzten Mal im heimischen Stadion

Herwig Drechsel schlüpft am Sonntag (16.00 Uhr) im Heimspiel gegen den SK Austria Kärnten zum letzten Mal im heimischen Stadion ins Dress der SV Ried. Die Rieder (35 Punkte) kämpfen noch um eine Rangverbesserung, auf die Linzer (37) fehlen zwei Punkte, auf der anderen Seite ist aber auch der achte Rang mit fünf Punkten Vorsprung auf Kapfenberg (30) noch nicht ganz abgesichert.

Die Elf von Chefcoach Paul Gludovatz will die eigenen Fans nach einem schwachen Frühjahr mit fünf Heimniederlagen mit einem vollen Erfolg versöhnen. "Die Spieler wollen für ihn (Anm.: Drechsel) gewinnen", sagte der Ried-Trainer. Der 36-jährige, langjährige Kapitän war zuletzt angeschlagen, ist aber jetzt wieder ins Training eingestiegen. "Wenn alles passt, wird er von Anfang an dabei sein", verriet Gludovatz.

Der ehemalige ÖFB-Nachwuchs-Teamchef hat auch kaum einen personellen Handlungsspielraum, mit Hadzic, Schrammel, Stocklasa, Hackmair, Nuhiu, Glasner und Huspek fallen sieben Spieler aus. "Das darf aber keine Ausrede sein. Wir werden alle Ressourcen ausschöpfen", meinte Gludovatz vor seinem 70. Meisterschaftsspiel als Ried-Trainer.

Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge nehmen die Rieder den Absteiger verständlicherweise nicht auf die leichte Schulter. "Die drei Unentschieden in Folge sprechen für sie", sagte Gludovatz. Der Fixabsteiger liegt zwar mit 14 Punkten abgeschlagen am Tabellenende, hat aber zuletzt dreimal in Folge gepunktet mit Remis gegen Kapfenberg (Auswärts-0:0), Mattersburg (Auswärts-1:1) sowie den LASK (Heim-2:2). Nun wollen die Klagenfurter weiter ungeschlagen bleiben. "Jeder Punkt ist für uns wichtig", betonte Coach Joze Prelogar.

Das Schlusslicht ist auf der anderen Seite aber auch schon seit neun Runden (0-3-6) und auswärts gar seit dem 6. Dezember 2008 (5:2 in Altach) in 25 Partien (0-4-21) sieglos. "Es wäre schön wieder einmal zu gewinnen. Die Chance ist da, die Rieder haben zuletzt auch oft verloren, haben Druck. Wir werden probieren, auf Sieg zu spielen", sagte Prelogar. Für den slowenischen Chefcoach geht es auch um seine eigene Zukunft, zuletzt wurde ja Nenad Bjelica als möglicher Nachfolgekandidat ins Spiel gebracht. "Ein Sieg wäre auch für mich sehr wichtig", war sich Prelogar bewusst. Die Klagenfurter haben allerdings in elf direkten Duellen (6-4-1) erst einmal (am 20. März in Klagenfurt) gegen die Rieder gewonnen.

Nach dem Spiel und der Verabschiedung von Drechsel werden von der Rieder Brauerei zur Verfügung gestellte 500 Liter Freibier auf dem Stehplatz West sowie im Stadiondorf ausgeschenkt.

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