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Ziel war unter die Top-4 zu kommen © APA (Rubra/Archiv)

Nach der Einschätzung von Rapid-Trainer Peter Pacult ist das Fußball-Jahr von Sturm Graz nicht gelaufen wie gewünscht. Dieser

Nach der Einschätzung von Rapid-Trainer Peter Pacult ist das Fußball-Jahr von Sturm Graz nicht gelaufen wie gewünscht. Dieser Meinung will sich "Blackies"-Coach Franco Foda, dessen Team die Meisterschaft auf Platz vier abschließen wird, vor dem Duell beider Clubs am Sonntag im Hanappi-Stadion nicht anschließen. Das Ziel "Top-4" sei erreicht worden.

"Wir hatten vor der Saison die Zielsetzung, unter die Top-4 zu kommen und eventuell international zu spielen. Salzburg, Rapid und Austria haben finanziell viel mehr Möglichkeiten als wir, deshalb haben wir nie die Garantie, in einen europäischen Bewerb zu kommen", betonte der Deutsche.

Immerhin haben die Grazer noch die Chance, mit einem Sieg im Cup-Finale gegen Wiener Neustadt das Ticket für die Europa-League-Qualifikation zu lösen. Doch selbst eine Endspiel-Niederlage ließe sich laut Foda verkraften. "Ich glaube nicht einmal, dass eine Europacup-Teilnahme in unserem Budget für die nächste Saison einkalkuliert ist." Nach den Angaben des 44-Jährigen verfügt Sturm über ein Budget zwischen acht und neun Millionen Euro, also knapp die Hälfte der Etats von Rapid und Austria und weit weniger als Salzburg.

Mit Thomas Burgstaller von Ried wurde erst ein Spieler geholt, dafür verlässt Mario Sonnleitner die Steirer im Sommer in Richtung Rapid, Peter Hlinka dürfte bei der Austria landen. Außerdem laufen unter anderem die Verträge von Klemen Lavric, Gordon Schildenfeld, Ilia Kandelaki, Fabian Lamotte, Mario Haas und Andreas Lukse aus - auf die sportliche Leitung wartet also bei der Kader-Zusammenstellung für die kommende Saison viel Arbeit.

In Warteposition befindet man sich auch mit den beiden Jungstars Daniel Beichler und Jakob Jantscher, an denen angeblich mehrere Vereine aus dem In- und Ausland Interesse zeigen. "Bis zum heutigen Tag hat es für keinen von ihnen ein Angebot gegeben. Aber wenn sich das ändert, können wir reagieren", versprach der Trainer.

Auch um Foda selbst rankten sich zuletzt Gerüchte, die von einem Wechsel in die deutsche Bundesliga berichteten. "Im Moment ist das nicht aktuell, weil es keine konkreten Anfragen gibt. Aber jeder Trainer ist bestrebt, weiter nach vorne zu kommen", meinte Foda, dessen Vertrag in Graz noch bis 2012 befristet ist.

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