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Franco Foda will keine Zurufe von außen © APA (Rubra/Archiv)

Sturm-Graz-Trainer Franco Foda hat vor dem Foto-Finish in der Fußball-Bundesliga keine Einblicke in seine Personalplanungen für

Sturm-Graz-Trainer Franco Foda hat vor dem Foto-Finish in der Fußball-Bundesliga keine Einblicke in seine Personalplanungen für die entscheidende Partie am Donnerstag daheim gegen Red Bull Salzburg gegeben. Die Steirer absolvieren drei Tage später das für sie ungleich wichtigere Cup-Finale gegen SC Wiener Neustadt, weshalb der Coach gegen den Tabellenführer einige Leistungsträger schonen könnte.

Egal, mit welcher Formation Sturm am Donnerstag spielen und wie die Partie enden wird - den Vorwurf einer möglichen Wettbewerbsverzerrung lässt Foda schon jetzt nicht gelten. "Es hat keiner das Recht, sich über irgendetwas zu beschweren. Jeder hätte die Chance gehabt, schon vorher alles zu entscheiden. Die Mannschaft, die am Schluss vorne steht, ist verdient Meister", sagte der Betreuer des Tabellen-Vierten, der nur mit einem Sieg im Pokal-Endspiel im Europacup vertreten sein würde.

Bei der Entscheidung über die Aufstellung gegen Salzburg würde Foda auf Zurufe von außen gern verzichten. "Wir werden uns ganz normal auf das Spiel vorbereiten, allerdings mit der Rücksichtnahme auf das Cup-Finale. Wir haben unseren Plan, und den werden wir einhalten. Ob ich Spieler schonen werde, kann ich jetzt noch nicht sagen, da muss man das Training abwarten. Aber es wird sicher nicht die gleiche Mannschaft spielen wie am Sonntag gegen Rapid", verriet der 44-Jährige.

Foda war am Montag anlässlich einer Pressekonferenz zum Cup-Finale nach Wien gekommen. Während der frühere Defensivspieler beide Mannschaften mit gleich guten Chancen auf den Endspiel-Sieg am 16. Mai im Klagenfurter Wörthersee-Stadion sieht, haben für Neustadt-Trainer Peter Schöttel die Grazer die besseren Karten. "Wir wollen gewinnen, aber wir wissen, dass der Gegner Favorit ist und dass es für Sturm ein Heimspiel wird."

Für das Finale wurden bereits über 20.000 Tickets - die meisten davon an "Blackies"-Fans - abgesetzt. Die beiden Finalisten dürfen sich über eine Prämie von knapp 200.000 Euro freuen, knapp 50 Prozent mehr als die Endspiel-Teilnehmer des Vorjahres. Außerdem kassieren Sturm und Wiener Neustadt zusätzlich je 50 Prozent der Netto-Einnahmen aus dem Finale und die Gelder aus der Europacup-Teilnahme.

Im Gegensatz zum Zweit- und Drittplatzierten dieser Liga-Saison, die schon in der zweiten Quali-Runde wenige Tage nach der WM Mitte Juli ins internationale Geschäft einsteigen, beginnt für den Cupsieger das Europa-League-Abenteuer erst in der dritten Runde. Die Niederösterreicher würden in dieser Bewerbsphase voraussichtlich im eigenen Stadion spielen und für die vierte und letzte Runde (Play-off) in die Grazer UPC Arena ausweichen, sofern sie den Cup gewinnen.

Der alte, für Europacupspiele praktisch untauglich Platz in Wiener Neustadt soll aber schon bald einer neuen Heimstätte weichen. "Beim neuen Stadion ist alles auf Schiene", versprach der geschäftsführende Vizepräsident Ernst Neumann.

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