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Englands Capello: WM beginnt jetzt © APA (epa/Archiv)

Mit der Nominierung der erweiterten WM-Kader hat am Dienstag der Countdown für die 32 Teilnehmer der Fußball-Weltmeisterschaft

Mit der Nominierung der erweiterten WM-Kader hat am Dienstag der Countdown für die 32 Teilnehmer der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli) eingesetzt. "Für mich beginnt die WM jetzt, wenn die Spieler wissen, wer zum Trainingscamp nach Österreich mitfährt", erklärte etwa Englands Teamchef Fabio Capello.

Das englische Team ist die erste der neun WM-Mannschaften, die sich in den nächsten Wochen in Österreich auf die Endrunde vorbereiten. Die Engländer kommen am Montag im steirischen Irdning an, wo sie mit einer Unterbrechung bis 30. Mai bleiben. Die weiteren Top-Mannschaften in Österreich sind Europameister Spanien (29.5.-3.6. in Schruns-Tschagguns) und die Niederlande (19.5.-1.6. in Seefeld).

Auch Südkorea (25.5.-4.6. Neustift/Stubaital), Serbien (25.5.-4.6. Leogang), Kamerun (20.-28.5 Lienz, danach Klagenfurt), Honduras (25.5.-8.6. Bad Bleiberg), die Slowakei (23.5.-1.6. Bad Kleinkirchheim) und Neuseeland (26.5.-5.6. St. Lambrecht und Bad Waltersdorf) schlagen ihr Trainingslager in Österreich auf und absolvieren ein gutes Dutzend Testspiele.

Spanien startet die Vorbereitung erst am 24. Mai, Regeneration wird am Anfang im Mittelpunkt stehen. "Die meisten im Aufgebot spielen in großen Clubs in der Champions League und in der Europa League. Dieser Kalender ist intensiv und raubt viel Energie. Deshalb wird die Erholung ein wichtiger Aspekt sein. Aber das ist das Los aller Trainer in dieser Phase. Ich hoffe einfach, dass die Lust, die Zufriedenheit und Ehre, an einer WM teilnehmen zu können, alles andere überwiegt", sagte Vicente del Bosque.

Der spanische Teamchef bangt um die Fitness einiger Leistungsträger. "Wir haben Probleme. Fabregas und Iniesta beispielsweise sind verletzt. Torres ist auch oft angeschlagen und Villa im Moment sehr fragil. Das sind halt eben die direkten Folgen von Sport auf höchstem Niveau", so del Bosque.

Deutschlands Teamchef Joachim Löw startet am Mittwoch mit einem Rumpfteam die Vorbereitung. Zwölf Spieler (Kapitän Michael Ballack/Chelsea, die sieben Spieler von Meister und Champions-League-Finalist Bayern München sowie die vier Spieler von Cupfinalist Werder Bremen) fehlen beim Benefizspiel am Donnerstag gegen Malta. Nach dem Ausfall von Rene Adler darf sich Manuel Neuer schon einmal probeweise als Nummer 1 im Tor empfehlen. Bis zum 1. Juni muss Löw noch vier Akteure aus dem Kader streichen, für Südafrika dürfen nur 23 Spieler genannt werden.

"Wir freuen uns, dass es nach langen Vorbereitungen und einigen wichtigen Entscheidungen für uns mit dem Spiel gegen Malta losgeht und wir aktiv in die Vorbereitung eingreifen können", sagte Löw, der improvisieren muss. "Es gibt Spieler, die zu verschiedenen Zeiten und Phasen zu uns stoßen. Das macht die Gestaltung der Trainingsinhalte nicht einfach", so der ehemalige Trainer des FC Tirol und der Wiener Austria.

Der portugiesische Teamchef Carlos Queiroz berief in seinen 24-Mann-Kader auch Pepe ein. Der Defensivspieler von Real Madrid hat seit seiner Knieoperation im Dezember kein Spiel bestritten, Queiroz will sich nun selbst ein Bild machen, ob Pepe fit genug wird. Angeführt wird das Team von Cristiano Ronaldo.

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