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Allianz gegen Wiener Clubs aber unwahrscheinlich © APA (Krug/Archiv)

Die spezielle Ausgangsposition im Titelkampf der heimischen Fußball-Bundesliga lässt reichlich Spielraum für Spekulationen. So

Die spezielle Ausgangsposition im Titelkampf der heimischen Fußball-Bundesliga lässt reichlich Spielraum für Spekulationen. So könnte es ähnlich wie vor eineinhalb Wochen in Rom am Donnerstag auch in Graz beim Spiel Sturm gegen Red Bull Salzburg zur kuriosen Situation kommen, dass Heimfans Treffer der Auswärtsmannschaft bejubeln.

Doch Ludwig Krentl, der Präsident von "Anhängerklub des SK-Sturm", glaubt nicht an eine derartige Verbrüderung zwischen Sturm Graz und Red Bull Salzburg gegen die Wiener Clubs Austria und Rapid. "Wir hoffen auf eine gute Leistung unserer Mannschaft, die ein faires Spiel abliefern soll", meinte Krentl am Dienstag. An Zuneigungen der Sturm-Fans an die Salzburger glaubte Krentl, der auch als Stadionsprecher in der UPC Arena fungiert, nicht so recht: "Weil Salzburg auch nicht sonderlich beliebt bei uns ist." In diversen Fan-Foren von Sturm Graz schaut die Sache jedoch eher anders aus, da möchte man größtenteils keinesfalls einen Meister aus der Hauptstadt sehen.

Sturm und Salzburg haben sich im Saisonverlauf bereits des öfteren über eine Benachteiligung durch die Schiedsrichter in den Spielen gegen Austria und Rapid beschwert. So hatte etwa die Austria ihren 1:0-Heimsieg am 11.4. gegen Sturm mit einem Treffer durch Roland Linz aus glasklarer Abseitsposition fixiert. Das jüngste Beispiel passierte erst am Sonntag, als die Meisterparty der Salzburger im Match gegen die Austria (0:1) aufgrund eines hitzig diskutierten, nicht gegeben Treffers von Rabiu Afolabi in der Nachspielzeit geplatzt war.

Salzburgs Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer hatte daraufhin gemeint: "Als ich nach Österreich gekommen bin, dachte ich, das ist eine Mär, dass die Wiener Vereine bevorteilt werden. Aber das ist die Realität."

Sturm ist am Donnerstag das wichtigste Zünglein an der Waage im Titelkampf. Denn Austria (72 Punkte) hat nur dann noch eine Chance, wenn Sturm gegen Tabellenführer Salzburg (73) zumindest ein Remis erobert, Rapid (70) muss auf eine Salzburger Niederlage hoffen. Für Sturm genießt das Spiel gegen die Salzburger jedoch nicht die oberste Priorität in dieser Woche, denn am Sonntag steht in Klagenfurt das Cupfinale gegen Wr. Neustadt auf dem Programm.

In Rom hatten am 2. Mai die Fans von Lazio Rom eine 0:2-Heimniederlage ihrer Mannschaft gegen Inter Mailand frenetisch gefeiert. Und auch die Gegenwehr der Lazio-Spieler war eher mäßig gewesen. Denn damit war dem verhassten Lokalrivalen AS Roma im Serie-A-Titelkampf voraussichtlich entscheidend geschadet worden.

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