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Verletzter Kapitän Gustafsson mit dem Teller © APA (Leodolter)

Vier Tage nach der brutal geplatzten Party vor Heimpublikum hat Red Bull Salzburg am Donnerstag die Meisterfeier in Graz

Vier Tage nach der brutal geplatzten Party vor Heimpublikum hat Red Bull Salzburg am Donnerstag die Meisterfeier in Graz nachgeholt. Eddie Gustafsson, der schwer verletzte Kapitän der Salzburger, bekam nach dem 2:0 gegen Sturm Graz um 18:13 Uhr aus den Händen von Bundesliga- und Sturm-Präsident Hans Rinner den Meisterteller überreicht.

Noch knapp eineinhalb Stunden nach der Partie standen die Meisterkicker vor dem Sektor ihrer Fans in der UPC Arena und sangen mit. "Wir sind der korrekte Meister, der ausgeglichene Kader hat den Ausschlag gegeben. Jetzt werden wir die Meisterschaft feiern wie es sich gehört", meinte Trainer Huub Stevens. Mittelfeldspieler Simon Cziommer wurde noch deutlicher: "Wir werden bis zum bitteren Ende feiern, egal Wo, Wie und Wann." Weitere Trophäen gab es für Gustafsson, den besten Tormann, sowie Somen Tchoyi, den besten Spieler der abgelaufenen Saison.

Meistertrainer Stevens bekam nach Schlusspfiff feuchte Augen und bedankte sich bei seinen Spielern per Handschlag und Umarmung, die Kicker schleuderten ihren Coach vor Freude mehrfach durch die Luft. Mit dem bereitgestellten Bier aus einer Salzburger Brauerei gab es nicht nur für Stevens gleich auf dem Rasen eine ordentliche Dusche, dabei wollte sich der Niederländer an diesem Abend eher "einer guten Flasche Wein" widmen.

Ein allzu nervenaufreibendes Zittern blieb Stevens neun Jahre nach der legendären verpassten Meisterschaft mit Schalke diesmal erspart, denn Cziommer und Roman Wallner, dessen Verbleib in Salzburg offen ist, trafen bereits in den Minuten 14 und 16 zur frühen Entscheidung. "Ich bin froh, dass das Spiel so gelaufen ist", freute sich nicht nur Wallner über den günstigen Spielverlauf. Dass der Druck auf die Salzburger vor der letzten Runde groß war, bestätigte auch Stürmer Marc Janko: "Wir wussten, dass wir die Deppen der Nationen gewesen wären, wenn wir verloren hätten. Wir haben die Kuh heute doch noch vom Eis gebracht."

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