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Kärntner will sich über FIS-Rennen zurückkämpfen © APA (Archiv/Techt)

Jürgen Pinter, einer der infolge des Dopingskandals von Turin gesperrten österreichischen Langläufer, gibt in der kommenden

Jürgen Pinter, einer der infolge des Dopingskandals von Turin gesperrten österreichischen Langläufer, gibt in der kommenden Saison sein Comeback im Weltcup. Die Vierjahressperre des Kärntners ist am 1. März abgelaufen, nach guten Resultaten bei FIS-Rennen zu Saisonende wird der Distanzläufer im kommenden Winter als Mitglied des A-Kaders des ÖSV wieder auf höchster internationaler Ebene mitwirken.

Der 31-Jährige hat sich die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Oslo zum Ziel gesetzt und plant, seine Karriere bis nach der WM 2013 in Val di Fiemme fortzusetzen. "Ein Comeback war nur kurzzeitig infrage gestellt, ich habe mich nach Bekanntwerden der Sperre relativ schnell entschlossen, weiterzumachen. Ich habe weitertrainiert und die WM in Oslo ist das Ziel. Toll wäre es, mit einer österreichischen Staffel dabei zu sein", meinte der Familienvater zur APA - Austria Presse Agentur.

Vom ÖSV habe er bezüglich seiner Rückkehr ausschließlich positive Signale erhalten, so Pinter. Er soll mithelfen, die österreichischen Nachwuchsläufer nach dem Rücktritt von Olympiasieger Christian Hoffmann, gegen den seit Jahresende 2009 ein Dopingverfahren läuft, an die Weltspitze heranzuführen.

Eine weitere Olympia-Teilnahme wird es für den Kärntner aber nicht geben, er ist wie seine ehemaligen Teamkollegen Martin Tauber und Johannes Eder auf Lebenszeit von Olympischen Spielen ausgeschlossen. Im November 2008 war er vom Internationalen Sportgerichtshof (CAS), laut eigener Ansicht zu Unrecht, wegen des Besitzes einer verbotenen Methode und Komplizenschaft rückwirkend ab 1. März 2006 gesperrt worden.

Anders als Tauber, Eder und Roland Diethart war er zuvor von der FIS wegen der Funde von Dopingutensilien bei der Polizeirazzia im Rahmen der Winterspiele 2006 nicht sanktioniert worden. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) und das Internationale Olympische Komitees (IOC) legten dagegen jedoch Einspruch ein, der CAS gab dem statt und verhängte die Höchststrafe. Als eine weitere Nachwirkung der Turin-Affäre wird Pinter wie neun weiteren aktuellen und ehemalige Athleten und Betreuern des ÖSV in Italien seit September 2009 der Prozess gemacht.

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