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Ludwig fordert ein Umdenken in den Vereinen © APA (Archiv/Neubauer)

In der Vergangenheit hat der Cup-Bewerb im österreichischen Fußball ein Mauerblümchen-ähnliches Dasein gefristet, selbst in

In der Vergangenheit hat der Cup-Bewerb im österreichischen Fußball ein Mauerblümchen-ähnliches Dasein gefristet, selbst in den Finalspielen verloren sich oft nur wenige tausend Zuschauer im Stadion. Damit wird es laut ÖFB-Generaldirektor Alfred Ludwig vorbei sein - durch größere Verdienstmöglichkeiten und durch ein Umdenken bei den Vereinen soll der Kampf um den Pokal attraktiver werden.

"Der Bewerb hat darunter gelitten, dass Spieler und Trainer oft gesagt haben, der Cup sei egal. Mittlerweile ist das Bewusstsein geschaffen worden, dass der Cup finanziell lukrativ und der schnellste Weg in den Europacup ist", erklärte Ludwig mit dem Hinweis, dass die beiden über die Meisterschaft qualifizierten Clubs schon in der zweiten Qualifikationsrunde für die Europa League einsteigen müssen, während es für den Cupsieger erst eine Runde später losgeht.

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Gesamtzuschauerzahl im Pokalbewerb um rund 20 Prozent, außerdem wurden die Prämien angehoben, weshalb die beiden Finalisten Sturm Graz und Wiener Neustadt knapp 200.000 Euro fix haben. Dazu kommen noch je 50 Prozent aus den Netto-Einnahmen des Finales am Sonntag in Klagenfurt. "Man sieht an den Reaktionen, dass der Cup einen höheren Stellenwert bekommen hat, und wir wissen schon jetzt, dass sich der Werbewert vergrößert hat. Noch dazu wird das Finale vor über 25.000 Zuschauern stattfinden", freute sich Ludwig.

Das neu geschaffene Konzept mit dem Slogan "Tore für Europa" zeige Wirkung, nun gehe es darum, weitere Aktionen für eine erfolgreiche Zukunft zu setzen. "Die zentrale Bandenwerbung haben wir schon realisiert, jetzt wollen wir auch noch mehr TV-Stationen ins Boot holen und die Cup-Runden bei der Terminplansitzung am Sonntag so weit wie möglich von Champions-League-Spieltagen entkoppeln", meinte der ÖFB-Generaldirektor.

Die schwierigste Aufgabe ist aber wohl die Suche nach einem neuen Sponsor, schließlich zieht sich Stiegl mit Saisonende zurück. "Es gibt vielversprechende Gespräche mit mehreren möglichen Partnern", so Ludwig. Der Wiener will mit dem künftigen Geldgeber für drei Jahre abschließen und für diesen Zeitraum auch das Endspiel fix an einen Ort vergeben. "Diesbezüglich haben wir ein Angebot aus Wien vorliegen, wir werden im Zuge des jetzigen Endspiels aber auch wieder mit Klagenfurt darüber reden."

Die Kärntner Hauptstadt darf sich gute Chancen auf weitere Finali ausrechnen. "Wir schauen jetzt einmal, wie am Sonntag die Organisation rennt. Vom Publikumsinteresse her war es auf jeden Fall die richtige Entscheidung, nach Klagenfurt zu gehen, denn in Wien hätten wir bei Sturm Graz gegen Wiener Neustadt nicht so viele Zuschauer", sagte Ludwig.

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