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Derzeit trainiert Garics mit dem Nationalteam © APA (Archiv/epa)

Györgi Garics (26) muss derzeit die Enttäuschung des Abstiegs mit Atalanta Bergamo in die Serie B verdauen. Ob der 23-fache

Györgi Garics (26) muss derzeit die Enttäuschung des Abstiegs mit Atalanta Bergamo in die Serie B verdauen. Ob der 23-fache ÖFB-Defensivspieler mit den Blau-Schwarzen in die zweite italienische Fußball-Liga geht oder eventuell sogar zu einem Topclub der Serie A wechselt, entscheidet sich in den kommenden Wochen. "Mein primäres Ziel ist es, in der Serie A zu bleiben", berichtete Garics.

Wenn Garics, der bei Atalanta noch zwei Jahre Vertrag hat, wechselt, "dann müsste es ein Schritt nach vorne sein". Also wenn Clubs aus der oberen Serie-A-Region anklopfen, wäre Garics gerne weg. Wenn nicht, könnte es durchaus sein, dass der gebürtige Ungar mit Atalanta den Anlauf zum direkten Wiederaufstieg unternimmt. "Denn Atalanta ist kein Verein für die Serie B, das haben sich die Fans einfach nicht verdient", leidet Garics mit dem Anhang mit. Die schwachen Leistungen bis Jänner ortet er als Abstiegsgrund Nummer eins.

"Wir alle haben zum Abstieg beigetragen, wir haben alle Fehler gemacht, da nehme ich mich auch nicht aus", suchte Garics keine Ausreden. Viel ist jetzt von den Entwicklungen der nächsten Tage abhängig, in denen es an der Spitze des Traditionsvereins zu Veränderungen kommen könnte. Erst dann werden die Pläne für die kommende Saison auf den Tisch gelegt und erst dann wird Garics mehr über seine künftige Arbeitsstätte sagen können. Die Blessur am vorderen Kreuzband im rechten Knie ist auf jeden Fall ausgeheilt.

Beim Champions-League-Finale am Samstag zwischen den nationalen Double-Gewinnern Inter Mailand und Bayern München wird Garics ganz klar im Lager der Italiener sein. "Ich hoffe auf Inter, und ich denke auch, dass es Inter schaffen wird", meinte Garics. Erfolgsgarant Nummer eins ist für Garics Star-Trainer Jose Mourinho, für den er im Gegensatz zu vielen anderen im Fußball-Geschäft Sympathien hegt. "Die Erfolge von Mourinho in Portugal, England und jetzt in Italien sprechen eine deutliche Sprache. Er ist ein hervorragender Trainer, außerdem finde ich ihn sehr sympathisch."

Dass Mourinho stark polarisiert, ist für Garics eine logische Folge seiner Siege. "Wer immer gewinnt, wird mit der Zeit unsympathisch und wirkt arrogant. Aber Mourinho stopft den Kritikern mit Ergebnissen das Maul. Was zählt, sind Ergebnisse, und die hat er." Das Standing Mourinhos im Kreise der Spieler scheint extrem hoch zu sein. "Ich habe noch keinen Spieler kennengelernt, der ein einziges negatives Wort über Mourinho verlieren würde. Nicht einmal die Reservisten bei seinen Clubs - und das ist im Fußball-Geschäft wirklich rar."

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