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Korkmaz stellte seine Dribbelstärke unter Beweis © APA (Schlager)

Trotz der 0:1-Niederlage am Mittwoch im Klagenfurter Wörthersee-Stadion gegen Kroatien dürfen sich zwei österreichische

Trotz der 0:1-Niederlage am Mittwoch im Klagenfurter Wörthersee-Stadion gegen Kroatien dürfen sich zwei österreichische Fußball-Teamkicker als Sieger fühlen. Ümit Korkmaz spielte seine Stärke in Eins-zu-Eins-Situationen des öfteren aus und war der mit Abstand beste Feldspieler des ÖFB-Teams, Jürgen Macho verhinderte mit zahlreichen Glanzparaden eine deutlichere Abfuhr.

Richtig glücklich war der Goalie dennoch nicht. "Ich bin froh, dass ich einen guten Tag erwischt habe, aber davon kann ich mir nichts kaufen, denn wir haben verloren", meinte der Wiener. Immerhin untermauerte er seine Ambition, die EM-Qualifikation als Stamm-Tormann in Angriff zu nehmen. "Mein Ziel ist es, in der Quali die Nummer eins Österreichs zu sein."

Um das zu schaffen, benötigt Macho aber dringend regelmäßige Einsätze auf Clubebene. Dies könnte ein schwieriges Unterfangen werden, schließlich legt man beim LASK offenbar keinen allzu großen Wert auf die Dienste des 32-Jährigen. "Mein Vertrag ist ausgelaufen und ich habe noch nichts Weiteres vom LASK gehört. Es ist alles völlig offen, ich möchte auf jeden Fall so schnell wie möglich einen Verein haben", betonte der 19-fache Internationale, der in der Vergangenheit bei der Auswahl seiner Arbeitgeber schon oft Pech hatte.

Korkmaz hingegen mauserte sich im Frühjahr bei Eintracht Frankfurt zu einer Stammkraft und spielte nun auch im Nationalteam befreit auf. "Ich habe mich während der Partie sehr wohlgefühlt", sagte der Ex-Rapidler, blieb allerdings auch bescheiden. "Ich habe versucht, nach vorne Akzente zu setzen, aber es ist bei dem Versuch geblieben."

Eine gute Viertelstunde vor dem Schlusspfiff musste der 24-Jährige vom Feld, weil er leichte Knieprobleme hatte. Wenig später fiel das laut Korkmaz überfällige Tor für die Kroaten. "Macho hat schon vorher drei bis vier Tore verhindert, sonst wäre es uns viel schlechter ergangen."

Im Gegensatz zu Korkmaz (zuvor letzter ÖFB-Einsatz im April 2009) und Macho (zuletzt im August 2009 im österreichischen Tor) blieb Martin Harnik bei seinem ÖFB-Comeback nach über eineinhalb Jahren Pause farblos. Dem Neo-Stuttgarter, der in der abgelaufenen Saison bei Fortuna Düsseldorf als Stürmer überzeugt hatte, gelang im rechten Mittelfeld praktisch überhaupt nichts. "Ich habe einen rabenschwarzen Tag erwischt, gleich die ersten zwei, drei Bälle verloren. Dadurch habe ich schwer ins Spiel gefunden."

Für seine Auswechslung kurz vor der Pause zeigte der 22-Jährige Verständnis. "Die Auswechslung war gerechtfertigt, aber man muss auch bedenken, dass ich ein Jahr nicht mehr auf dieser Position gespielt habe."

Ebenfalls alles andere als wunschgemäß verlief das Match für Marc Janko. Nach seiner öffentlichen Kritik an Trainer Huub Stevens steht der ÖFB-Teamkapitän wohl vor dem Abschied aus Salzburg, vor den Augen zahlreicher Scouts ausländischer Clubs gab der Stürmer jedoch kein Bewerbungsschreiben ab. Wie es mit Janko in den kommenden Wochen weitergeht, ließ der 26-Jährige auch nach dem Kroatien-Spiel offen. "Jetzt fahre ich einmal auf Urlaub. Man wird sehen, was die Zukunft bringt."

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