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Sevilla besiegte Atletico 2:0 © APA (epa)

Der FC Sevilla hat den spanischen Fußball-Cup-Titel am Mittwochabend dem ehemaligen Teamkollegen Antonio Puerta gewidmet. Puerta

Der FC Sevilla hat den spanischen Fußball-Cup-Titel am Mittwochabend dem ehemaligen Teamkollegen Antonio Puerta gewidmet. Puerta war 2007 während eines spanischen Liga-Spiels kollabiert und drei Tage später am 28. August im Alter von 22 Jahren gestorben. Kapitän und Tormann Andres Palop trug bei der Pokalübergabe ein T-Shirt mit dem Namen Puertas.

Für Trainer Antonio Alvarez war Puerta beim 2:0-Sieg gegen Atletico Madrid "im Geiste bei der Mannschaft". Puerta, der als einer der talentiertesten spanischen Kicker galt, hatte mit Sevilla 2006 und 2007 den UEFA Cup und 2007 den spanischen Pokal gewonnen. Einige Monate nach seinem Tod hatte seine Lebensgefährtin Sohn Aitor zur Welt gebracht. "Wir wollten einen Titel für Puerta holen", meinte Club-Präsident Jose Maria del Nido nach dem Schlusspfiff in Barcelona.

Del Nido hatte seinen Glücksbringer, einen schwarzen Hut, die gesamte Spielzeit aufgesetzt, auch an die Sevilla-Fans hatte er 32.000 Kopfbedeckungen verteilen lassen. "Dieses Endspiel geht als das Hut-Finale in die Geschichte ein", berichtete am Donnerstag das Sportblatt "As".

Sevilla holte den fünften nationalen Cuptitel der Geschichte aber auch für Sergio Sanchez, der seine Karriere im Jänner auf ärztlichen Rat wegen Herzproblemen stoppen musste. Sanchez unterzieht sich demnächst einer Operation und will in den Profisport zurückkehren. Unterdessen hat sich Sevilla weiter als einer der absoluten Topclubs im Land des Europameisters etabliert, in der abgelaufenen Liga-Saison hatte man Rang vier und somit einen Platz in der Champions-League-Qualifikation erreicht.

Die Pokalübergabe nahm diesmal ausnahmsweise Kronprinz Felipe, ein Fan von Europa-League-Sieger Atletico Madrid, vor. Denn das Finale um den sogenannten "Königspokal" musste ohne König stattfinden. Juan Carlos konnte zum ersten Mal seit seiner Krönung im November 1975 das Finale nicht live vor Ort miterleben. Der Monarch erholt sich derzeit von einer Lungen-Operation.

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