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Schaffen die Bayern das Triple? © APA (dpa)

Mit jeweils dem nationalen Double in der Tasche greifen Bayern München und Inter Mailand am Samstag in Madrid nach dem Sieg in

Mit jeweils dem nationalen Double in der Tasche greifen Bayern München und Inter Mailand am Samstag in Madrid nach dem Sieg in der Champions League und somit nach dem raren Triple. Im wichtigsten europäischen Club-Fußball-Spiel des Jahres sind die Italiener für die Buchmacher Favorit, die Beteiligten sprechen hingegen durch die Bank von einer klassischen 50:50-Partie.

Deutlich geringer stehen die Chancen auf Einsätze der beiden ÖFB-Legionäre David Alaba (Bayern) und Marko Arnautovic (Inter). Bei Inter drehte sich in den Tagen vor dem Finale alles um Startrainer Jose Mourinho. Der Portugiese soll mit Real Madrid, dem Hausherr des Finales im Bernabeu-Stadion, verhandeln. Gut möglich, dass Mourinho aber vor dem Spiel der Spiele nur die Aufmerksamkeit und den Druck auf sich und somit weg von seinen Spielern leiten will. Und zudem die spanischen Fans im Stadion in sein und somit in Inters Lager holen möchte.

"Ich hoffe, dass im Bernabeu-Stadion alle Real-Fans auf unserer Seite sind", meinte Mourinho. "Wir sind bereit und hochmotiviert für ein großartiges Finale", kündigte Inter-Kapitän Javier Zanetti an. "Die Chancen stehen 50:50, beide Mannschaften sind stark", meinte Ex-Bayern-Verteidiger Lucio.

Mourinhos Gegenüber Louis van Gaal, Mourinhos Lehrer in gemeinsamen Barcelona-Zeiten, steht dem Inter-Coach punkto Außendarstellung und Exzentrik um nichts nach. Kein Wunder, dass die beiden Erfolgstrainer eine Freundschaft verbindet. "Meine Mannschaft hat einen Willen und ein Vertrauen in mich, wie ich das noch nie erlebt habe", so der Niederländer, der vor allem auf einen weiteren guten Tag seines Landsmannes Arjen Robben hofft.

Inter gegen Bayern ist auch der spannende Vergleich zweier verschiedener Philosophien. Inter setzte in allen Wettbewerben ausnahmslos und erfolgreich auf die perfekte Absicherung der Defensive. Auf dem Weg ins Finale wurde u.a. Titelverteidiger FC Barcelona samt Weltfußballer Lionel Messi aus dem Bewerb geworfen. In München riskierten sie vergleichsweise mehr. Nicht nur der Weg und das nackte Ergebnis waren das Ziel, sondern auch die spektakuläre Art und Weise. Mit ihrer mutigen Strategie strapazierten Robben und Co. die Nerven der Anhänger bis an die Schmerzgrenze. Zweimal, in Florenz (Achtelfinale mit Alaba) und Manchester (Viertelfinale), mussten sie im Rückspiel drei Treffer hinnehmen.

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