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Ministerpräsident Erdogan gab Garantien ab © APA (epa)

Im Endspurt um die Ausrichtung der EM 2016 wirft die Türkei die Begeisterung der anatolischen Fans in die Waagschale. "Wir haben

Im Endspurt um die Ausrichtung der EM 2016 wirft die Türkei die Begeisterung der anatolischen Fans in die Waagschale. "Wir haben eine junge und dynamische Bevölkerung mit Liebe zum Fußball", sagt Orhan Gorbon, der die Bewerbung für den Türkischen Fußball-Verband koordiniert. Die Türkei hofft, dass sich die UEFA vor der Bekanntgabe der Entscheidung von der Leidenschaft hat anstecken lassen.

Bei einem Zuschlag sollen Eröffnungsspiel und Finale im Atatürk-Olympiastadion auf der europäischen Seite Istanbuls stattfinden, das dann mehr als 80.000 Zuschauern Platz bietet. Istanbul soll Zentrum der EM sein. Als weitere Austragungsorte sind Ankara, Bursa, Antalya, Konya, Izmir und Eskisehir vorgesehen, wo neue Stadien geplant sind. In Kayseri soll das Kadir-Has-Stadion renoviert werden.

Ministerpräsident Erdogan hat der UEFA in einem Schreiben Garantien der türkischen Regierung für den Stadion-Bau gegeben. Dafür hat Ankara fast eine Milliarde Euro zugesagt. Der Türkische Fußballverband betont, dass er die Regierung und das türkische Volk geschlossen hinter sich hat. In einer Umfrage unterstützten zuletzt fast 90 Prozent der Menschen in der Türkei die Bewerbung. Nur eine kleine Minderheit ist dagegen.

"Das ist ein hartes Rennen", sagte Projekt-Koordinator Gorbon zuletzt. Die Mitbewerber Italien und Frankreich seien schließlich erfahrene Organisatoren. Die EM in der Türkei mit ihrer muslimischen Bevölkerungsmehrheit auszutragen, sei dagegen auch ein kulturelles Signal. Zudem habe sich sein Land mehrfach ohne Erfolg beworben und sei nun an der Reihe, auch weil Wirtschaft, Tourismus und Infrastruktur weiter entwickelt seien, hofft Gorbon. Der Projektchef sagte: "Wir sind zum dritten Mal Kandidat. Das zeigt, dass wir einen starken Willen haben."

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