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Verbandspräsident Abete ist hochmotiviert © APA (epa)

Nach der Vergabe der Fußball-EM 2012 war Italien außer sich vor Wut. Als haushoher Favorit erlebten die Azzurri damals eine

Nach der Vergabe der Fußball-EM 2012 war Italien außer sich vor Wut. Als haushoher Favorit erlebten die Azzurri damals eine Blamage, als der schon sicher geglaubte Zuschlag an Polen und die Ukraine ging. Eine Ohrfeige für das Land des regierenden Weltmeisters, der sich auch von UEFA-Präsident Platini hintergangen fühlte. Nun hofft der italienische Verband auf die Gastgeberrolle für die EM 2016.

FIGC-Präsident Giancarlo Abete ist hochmotiviert und optimistisch: "Ich glaube an die EM 2016 in Italien", betont Italiens Fußballboss immer wieder. Dabei vermeidet Abete allerdings jegliche Überheblichkeit oder gar Siegessicherheit, obwohl die Italiener zuletzt mit den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin wieder einmal gezeigt haben, dass sie Großveranstaltungen organisieren können. Nochmals wollen sich die Italiener nicht mehr so weit aus dem Fenster lehnen.

Die EM aber wollen sie in Rom unbedingt. Und sie brauchen das Turnier auch, um endlich ihre veralteten Stadien zu modernisieren. Verglichen mit den Fußball-Arenen in Spanien, England und Deutschland sind Italiens Stadien hoffnungslos veraltet. Die für die WM 1990 gebauten oder renovierten Stadien sind unkomfortabel, vielen taugen nicht mehr für das moderne Fußball-Geschäft mit VIP-Logen und Hightech-Veranstaltungssälen.

Top-Clubs wie Champions League-Sieger Inter Mailand und Lokalrivale AC Milan oder die beiden römischen Vereine AS und Lazio Rom würden liebend gerne die bestehenden Stadion umbauen oder besser noch eigene neue Arenen hochziehen. Seit Jahren jedoch bleiben alle Projekte im Bürokratie-Dschungel stecken oder werden zum Opfer unterschiedlicher Interessen von Städten, Provinzen, dem Zentralstaat und den Verein. Die EM 2016 würde alle Beteiligten an einen Tisch zwingen und viele Projekte beschleunigen.

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