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Serbiens Kapitän nun im Teamcamp © APA (epa)

Auch der Regen und die kühlen Temperaturen im serbischen Teamcamp in Leogang können Dejan Stankovic derzeit nicht die Laune

Auch der Regen und die kühlen Temperaturen im serbischen Teamcamp in Leogang können Dejan Stankovic derzeit nicht die Laune verderben. Der 31-Jährige von Inter Mailand ist am Mittwoch als italienischer Double-Gewinner und Champions-League-Triumphator in Österreich gelandet und bereitet sich nun in der Salzburger Bergwelt aufs letzte Highlight der Saison vor, die WM in Südafrika.

"Die Erfolge mit Inter sind abgehakt, die Feierlichkeiten zu Ende", meinte Serbiens Kapitän, der unbedingt so früh wie möglich nach Leogang reisen wollte und am Donnerstagvormittag sein erstes Training absolvierte. Dieses ging jedoch nicht über die volle Distanz, denn starker Regen sorgte für ein verfrühtes Ende. "Seit Donnerstag hab ich die serbische Trainingskleidung an, jetzt zählt nur noch die WM", stellte der Mittelfeldspieler, der seinen Kontrakt in Mailand verlängert hat, klar.

Am vergangenen Samstag war es Diego Milito gewesen, der Inter in Madrid im Finale gegen Bayern München zum Champions-League-Sieg geschossen hatte. Stankovic, der im Endspiel in der 68. Minute eingewechselt worden war, ist überzeugt, dass auch die Serben über einige Spieler verfügen, die bei der WM in den entscheidenden Momenten zuschlagen werden. "Serbien hat mehrere Militos", versicherte Stankovic, der Schwager von Austria Wiens Spielmacher Milenko Acimovic.

Auch einige deutsche Journalisten sind ins serbische Camp nach Österreich gereist, schließlich trifft Serbien in der Vorrunde neben Ghana und Australien auch auf Deutschland. Und für die Medienvertreter aus Deutschland ist nach wie vor der verletzungsbedingte Ausfall von DFB-Kapitän Michael Ballack Thema Nummer eins. "Ballack ist ein Führungsspieler, aber Deutschland hat genügend Qualität in der Mannschaft, um diesen Ausfall zu kompensieren. Wir spielen nicht gegen Ballack, sondern gegen Deutschland", meinte Stankovic genau wie sein Teamchef Radomir Antic.

Außerdem dürfe man nicht auf die zwei weiteren Gegner Ghana und Australien vergessen. "Diese Gruppe ist eine der schwierigsten bei der WM, sie ist stark, vor allem physisch", so Stankovic, der die erste Partie der Gruppe D am 13. Juni gegen Ghana aus serbischer Sicht als "erstes Finale dieser WM" bezeichnete. "Dieses Spiel wird richtungsweisend für das weitere Turnier sein."

Stankovic hofft, dass die ohnehin bereits lange und anstrengende Saison für ihn noch weitaus länger wird, sprich Serbien möglichst lange in Südafrika bleiben darf. "Ich würde mich freuen, wenn ich dieses Jahr überhaupt keinen Urlaub haben würde."

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