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Innsbruck hat noch alles in der eigenen Hand © APA (Murauer)

Am Freitag steigt in der Ersten Liga der große Showdown, wird die Frage nach dem Meister und Aufsteiger in die Bundesliga

Am Freitag steigt in der Ersten Liga der große Showdown, wird die Frage nach dem Meister und Aufsteiger in die Bundesliga beantwortet. Vor der 33. und letzten Runde liegt Wacker Innsbruck in der Pole-Position. Die Tiroler weisen zwei Punkte Vorsprung auf die Admira auf, die jedoch die um drei Treffer bessere Tordifferenz hat. Dritter ist Absteiger Altach mit einem weiteren Zähler Rückstand.

Sowohl Wacker-Trainer Walter Kogler als auch Admiras neuer Betreuer Didi Kühbauer, der fünf Siege in fünf Spielen in Folge geholt hat, geben sich vor dem Finale betont locker. "Die Konstellation ist etwas Besonderes, die Aufgabe aber die gleiche, wie vor jedem anderen Spiel", stellte Kogler fest. Er ist von einem Sieg gegen die Salzburger Juniors in Pasching überzeugt. Ein gewisses Kribbeln habe sich nicht nur beim Tiroler Trainer, sondern auch in der Mannschaft eingestellt. "Das ist auch gut so, denn es schärft die Sinne und die Konzentration."

Da in Wals-Siezenheim derzeit eine Rasenheizung installiert und der Kunst- durch einen Naturrasen ersetzt wird, müssen die "Jungbullen" gegen den Tabellenführer nach Pasching ausweichen. Dort erwartet sie ein "Auswärtsspiel", denn am Donnerstag sind bereits über tausend Karten in Innsbruck an die Wacker-Anhänger abgesetzt worden. "Dieses Fan-Übergewicht könnte ein Vorteil für uns sein", meinte Kogler, der wieder auf den zuletzt verletzten Torjäger Julius Perstaller zurückgreifen kann.

Geschenke erwartet sich Kogler von den Salzburgern nicht. "Sie werden sich professionell vorbereiten und präsentieren, darauf werden wir uns einstellen." Im Gegenzug erwartet sich der Wacker-Coach aber auch, dass TSV Hartberg das Heimspiel gegen Admira ernst nimmt.

In die gleiche Kerbe schlägt auch Admira-Trainer Didi Kühbauer, der Tiroler Verschwörungstheorien, wonach Hartberg-Trainer Bruno Friesenbichler seinen Bruder Günther, Stürmer bei der Admira, helfen werde, entkräftet. "Das ist einfach lachhaft", sagte Kühbauer, "ich habe mit Günther über diese Situation gar nie gesprochen."

Kühbauer will vorerst nur auf das eigene Spiel schauen, hofft aber insgeheim natürlich auf Salzburger Schützenhilfe. "Die jungen Salzburger werden die Partie ernst nehmen, sie können sich vor einer großen Kulisse präsentieren." Kühbauer weiß aber auch, dass Innsbruck im Aufstiegskampf die besseren Karten hat. "Das ist für uns aber nichts Neues, damit leben wir schon die letzten Runden", sagte der burgenländische Admira-Trainer, der auf den vollen Kader zurückgreifen kann.

Und sollten die beiden heißesten Kandidaten auf den Meistertitel patzen, könnte SCR Altach der lachende Dritte sein. "Das ist aber nur Theorie", verweist Adi Hütter, Trainer der Vorarlberger, auf die Tabelle. "Wir müssten ja auch noch sieben Tore aufholen. Eigentlich unmöglich." Die Altacher, die vorige Saison aus der Bundesliga abgestiegen sind, weisen vor dem letzten Spiel in Gratkorn die schlechteste Tordifferenz (plus 32) des Spitzentrios auf.

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