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Vor allem Italiener kamen ums Leben © APA (epa/Archiv)

Mit einer Trauerfeier ist am Samstag - auf den Tag genau 25 Jahre nach der Heysel-Tragödie - der 39 Todesopfer gedacht worden.

Mit einer Trauerfeier ist am Samstag - auf den Tag genau 25 Jahre nach der Heysel-Tragödie - der 39 Todesopfer gedacht worden. Nach der Zeremonie wurden Kränze an einem Denkmal in Brüssel für die überwiegend italienischen Fußball-Fans niedergelegt, die damals bei Ausschreitungen vor dem Spiel Juventus Turin gegen den FC Liverpool im Heysel-Stadion ums Leben kamen.

Noch vor dem Anpfiff des Europacup-Finales der Landesmeister hatten englische Hooligans Krawalle gegen italienische Fans angezettelt. Dabei kam es zu einer Massenpanik. 39 Menschen starben, 450 wurden teils schwer verletzt.

Am 29. Mai 1985 geschah eine der schlimmsten Katastrophen der Fußballgeschichte. Das Fernsehen übertrug die Bilder damals in alle Welt, machte Millionen Zuschauer vor den Fernsehern zu fassungslosen Augenzeugen. Hunderte englische Hooligans griffen mit Eisenstangen, Knüppeln und aus den Stehrängen gerissenen Steinen die Tifosi an, die in Panik davon laufen wollten. Doch Absperrgitter, Zäune und Mauern verhinderten ihre Flucht. Durch den Druck brach eine Mauer. Hier starben die meisten der Opfer. Das baufällige Stadion wurde zur Todesfalle, weil die überforderte Polizei erst einschritt, als viele Menschen schon tot getrampelt waren.

Die Engländer mussten für die schrecklichen Ereignisse büßen. Für fünf Jahre wurden ihre Fußballer von Europacup-Spielen ausgeschlossen, Liverpool sogar noch ein Jahr länger. Von den 26 an Belgien ausgelieferten Hooligans erhielten 14 Haftstrafen bis zu drei Jahren. Die Heysel-Arena wurde quasi unter Quarantäne gestellt. Erst 1995 wurde am gleicher Stelle das König-Baudouin-Stadion eingeweiht. Die Spiele der Europameisterschaft 2000 verliefen dort ohne Probleme.

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