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WM birgt erhebliches Sicherheitsrisiko © APA (Archiv/epa)

Die Fußball-WM in Süafrika könnte das Ziel terroristischer Angriffe werden, schreibt die im WM-Gastgeberland erscheinende

Die Fußball-WM in Süafrika könnte das Ziel terroristischer Angriffe werden, schreibt die im WM-Gastgeberland erscheinende Zeitung "Sunday Times" und zitiert eine Gruppe von Terror-Experten. Polizeiminister Nathi Mthethwa versprach hingegen, sein Land werde während der WM "der sicherste Ort der Welt" sein und Polizeichef Bheki Cele schwärmte von den "besten Sicherheitsmaßnahmen der ganzen Welt".

Auch Südafrikas berüchtigte Kriminalität werde das Fußballfest nicht schmälern können. Wirklich ernstzunehmende, aktuelle Terrordrohungen gebe es nicht. Das sehen aber nicht alle so. Laut "Sunday Times" kritisieren Experten, Südafrikas Behörden "vermittelten ein falsches Gefühl der Sicherheit".

Ein verwirrendes Signal sendete das US-Außenministerium: "Es gibt ein erhöhtes Risiko, dass extremistische Gruppen in naher Zukunft Terrorakte in Südafrika verüben", heißt es in einer kürzlich veröffentlichten Warnung. Es wird aber auch betont, dass die US-Regierung "keine Information über eine besondere, glaubwürdige Drohung" für einen Anschlag während der WM habe. US-Offizielle wie Botschafter Donald Gips preisen die "phänomenale Vorbereitung" Südafrikas beim Thema Sicherheit.

Niemand bezweifelt, dass die WM, wie alle Großveranstaltungen, ein erhebliches Sicherheitsrisiko birgt. Südafrikas Polizei hatte schon vor Wochen Waffen und Sprengstoff bei rechtsextremen Gruppen gefunden, die Bombenanschläge in Townships vorbereitet hatten. Am Sonntag berichtete die "Sunday Times" über Terrordrohungen, auf die Südafrikas Sicherheitsdienste "zu langsam reagieren".

Im diesem Zusammenhang habe es bereits eine Festnahme gegeben, so die "Times". Zudem läge der Polizei eine Liste von 40 Verdächtigen vor, die als Sicherheitsrisiko gelten. Die Zeitung habe aus "drei verschiedenen Quellen" die Bestätigung, dass es auch in Südafrika Ausbildungsstätten für Extremisten gebe, die jetzt Anschläge planten.

Gut vorbereitet fühlt sich die Polizei auf die Gefahren der Kriminalität, die täglich im Schnitt 50 Mordopfer fordert. Im Kampf gegen Verbrecher wurde mächtig aufgerüstet. 46.000 Polizisten sollen das Fußballspektakel schützen. 300 Überwachungskameras wurden aufgestellt. Die Polizeipräsenz rund um die Stadien und Innenstädte wird enorm sein. Vor einem Besuch der Townships allerdings werden die erwarteten 350.000 WM-Touristen gewarnt.

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