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Löw will den Sieg nicht überbewerten © APA (Archiv/dpa)

Deutschlands Fußball-Teamchef Joachim Löw hat nach dem 3:0-Testspielsieg am Samstag über Ungarn mit Selbstbewusstsein in die

Deutschlands Fußball-Teamchef Joachim Löw hat nach dem 3:0-Testspielsieg am Samstag über Ungarn mit Selbstbewusstsein in die nächste Zukunft geblickt. "Ich habe viel Positives gesehen", sagte der DFB-Coach angesichts eines klaren Erfolgs, bei dem nach wie vor die geschonten Münchner Champions-League-Sieger Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm fehlten.

"Gerade im Spiel nach vorne haben wir gut kombiniert, hatten ein gutes Spiel ohne Ball", sagte Löw, übte aber auch Kritik. "Mit der Chancenauswertung konnte man zur Halbzeit keinesfalls zufrieden sein. Wir haben drei, vier oder fünf Riesen-Chancen vergeben." Gefallen fand hingegen der Stuttgarter Sami Khedira in seiner Rolle als Ersatz für Michael Ballack über 45 Minuten. "Ich bin sicher, dass er eine sehr gute WM spielen kann. Er ist in der Lage, diese Position auszufüllen, auch anstelle von Ballack", sagte Löw.

Sorgen bereitete ihm hingegen Stürmer Miroslav Klose, dem kein Treffer vergönnt war. "Es wird harte Arbeit werden für ihn und uns alle", kommentierte Löw. Aber der WM-Torschützenkönig von 2006 sei ein Wettkampftyp und steigerungsfähig. "Er hat das immer dann bewiesen, wenn er abgeschrieben wurde", sagte Löw.

   Dass Neo-Kapitän Lahm und Schweinsteiger am 20. Tag der WM-Vorbereitung endlich voll das Kommando übernehmen, soll dem jungen Team nochmals einen Schub geben. "Jetzt kommen noch die Bayern - da werden wir eine starke Elf finden für die WM", meinte etwa Lukas Podolski. Löws Entscheidung, Lahm und Schweinsteiger sowie auch Startelf-Kandidat Müller eine letzte Pause zu gönnen, erwies sich gegen Ungarn als richtig. "Wenn wir verloren hätten, wären die Diskussionen wieder losgegangen", bemerkte Elfmeterschütze Podolski (5. Minute), der zusammen mit Mario Gomez (69.) und Cacau (73.) die Tore schoss.

Löw ist froh, dass er ab Montag im Trainingscamp Südtirol endlich mit dem kompletten WM-Kader trainieren und an den Feinschliff gehen kann. "Diesen Tag habe ich schon eine ganze Weile herbeigesehnt, dass endlich alle zusammen trainieren", sagte der Bundestrainer. Die nächste schwere Entscheidung muss er spätestens am Dienstag treffen, wenn er seinen endgültigen 23-Mann-Kader für die WM benennen und daher noch zwei Spieler streichen muss.

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