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Raymond Domenech stellte auf 4-3-3-System um © APA (epa)

Der ehemalige Welt- und Europa-Meister Frankreich hat am Sonntag im vorletzten Test für die Fußball-WM ein 1:1-Remis in

Der ehemalige Welt- und Europa-Meister Frankreich hat am Sonntag im vorletzten Test für die Fußball-WM ein 1:1-Remis in Tunesien erreicht. Beim 75. Match von Raymond Domenech als Teamchef glich Innenverteidiger William Gallas (63.) per Kopf für die Franzosen aus, nachdem Issam Jemaa (6.) die Hausherren vor 55.000 Fans in Rades früh in Führung geschossen hatte.

Gallas zeigte mit seinem Treffer auch, dass er seine Wadenverletzung rechtzeitig vor der WM überstanden zu haben scheint. Mit Spiel Nummer 75 zog Domenech mit Michel Hidalgo gleich, der von 1976 bis 1984 die "Equipe tricolore" trainiert hatte. Domenech hat die Franzosen 2004 von Jacques Santini übernommen und bei der WM 2006 in Deutschland auf den zweiten Platz geführt. Nach der WM in Südafrika wird er vom ehemaligen Nationalspieler Laurent Blanc abgelöst.

Auf die Franzosen wartet noch einige Arbeit, um sich ans neue 4-3-3-System von Domenech zu gewöhnen. Superstar Thierry Henry saß wie beim 2:1 gegen Costa Rica zunächst nur auf der Ersatzbank. Die WM-Generalprobe bestreitet Frankreich auf Reunion im Indischen Ozean, der Gegner wird am Freitag China heißen.

Der ehemalige englische Teamchef Sven-Göran Eriksson verpasste bei seinem Debüt als Coach der Elfenbeinküste einen Sieg. Die Afrikaner - mit gewöhnungsbedürftigen hellblau-braunen Trikots angetreten - lagen im Duell zweier WM-Teilnehmer gegen Paraguay durch Didier Drogba (54.) und Souleymane Bamba (74.) bereits 2:0 in Front. Die Südamerikaner konterten jedoch im Finish in Evian Les Bains/Frankreich noch durch Lucas Barrios (75.) und Aureliano Torres (90.).

Das Stadion des französischen Drittligisten Evian entsprach keinesfalls den internationalen Ansprüchen, aufgrund der viel zu kleinen Bänke mussten zahlreiche Ersatzspieler auf der Tribüne mitten unter den Zuschauern Platz nehmen. Das Spiel musste verlegt werden, weil im Stadion in Thonon-Les-Bains ein Rugby-Turnier den Rasen verwüstet hatte.

Ebenfalls verlegt werden musste das Match des WM-Teilnehmers Nigeria gegen Kolumbien. Das 1:1 fand in Milton Keynes in London statt, weil die verantwortliche Agentur keinen Vertrag mit dem Stadionbetreiber geschlossen hatte. Auf österreichischem Boden kassierte WM-Teilnehmer Südkorea in Kufstein ein 0:1 gegen Weißrussland.

Keine Probleme hatte Mexiko in Bayreuth gegen Gambia. Beim 5:1-Sieg trafen für den WM-Teilnehmer Javier Hernandez (18., 50.), Adolfo Bautista (59., 74.) und Alberto Medina (81.). Chile setzte sich daheim gegen Nordirland 1:0 durch.

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