vergrößernverkleinern
Rooney und Co. setzten wenig Akzente © APA (epa)

Englands Fußball-Nationalmannschaft hat sich am Sonntag bei der WM-Generalprobe alles andere als titelreif präsentiert. Der als

Englands Fußball-Nationalmannschaft hat sich am Sonntag bei der WM-Generalprobe alles andere als titelreif präsentiert. Der als Mitfavorit gehandelte Weltmeister von 1966 kam in der Grazer UPC Arena gegen Japan nur dank zweier Eigentore in der Schlussphase zu einem 2:1-Erfolg, was dem Optimismus von Capello aber keinen Abbruch tat.

"In der ersten Hälfte waren wir nicht gut, aber mit der zweiten Hälfte bin ich zufrieden. Da waren wir im Mittelfeld druckvoller und haben mehr Räume gefunden", erklärte der Italiener, der weiterhin auf Frank Lampard als ersten Elferschützen setzt, obwohl der Mittelfeld-Star gegen Japan und zuvor mit Chelsea im FA-Cup-Finale gegen Portsmouth vom Punkt scheiterte.

Mit einem typisch englischen WM-Schicksal - dem Ausscheiden im Elferschießen - will sich Capello erst gar nicht befassen. "Das ganze Land steht hinter uns. Mein Ziel ist es, ins Finale zu kommen. Wenn alle Spieler fit sind, können wir jeden Gegner schlagen", behauptete der Teamchef.

In den vergangenen Tagen standen allerdings weniger die englischen Teamkicker als vielmehr der Trainer selbst im Mittelpunkt, schließlich wird Capello als Nachfolger von Jose Mourinho bei Inter Mailand gehandelt. Nun möchte ihn der englische Verband FA noch vor der Abreise zur WM von einem Wechsel nach Italien abbringen.

Die neue Führungsriege wolle den Coach davon überzeugen, eine nach dem Turnier greifende Ausstiegsklausel endgültig aus seinem bis 2012 laufenden Vertrag zu streichen, berichteten britische Medien am Montag. "Innerhalb der nächsten 48 Stunden wissen wir mehr", sagte Capello, der am Mittwoch mit den "Three Lions" nach Südafrika fliegt, nach der Partie in Graz.

Wegen des offensiven Werbens von Inter um den 63-Jährigen hatte die FA ursprünglich ein klärendes Gespräch mit Capello im WM-Quartier in Rustenburg geplant. Nun zog die offenkundig beunruhigte Verbandsführung die Verhandlungen vor. Capello hatte sich zuvor im WM-Trainingslager in der Steiermark verärgert über das jüngste Chaos an der FA-Spitze gezeigt und einen Abschied nach der WM nicht kategorisch ausgeschlossen.

Inter-Präsident Massimo Moratti heizte die Gerüchte zusätzlich an. "Ich bin froh, dass Capello nach der WM aus seinem Vertrag mit der FA aussteigen kann", sagte er am Wochenende. Moratti wolle zu Beginn dieser Woche Kontakt mit Capellos Beratern aufnehmen, heißt es. Er sei bereit, dem Wunschkandidaten für die Nachfolge von Mourinho ein Jahresgehalt von knapp elf Millionen Euro zu zahlen. "Ich habe noch mit niemandem bei Inter gesprochen", betonte Capello jedoch.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel