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Alaba verstärkte die ÖFB-Auswahl © APA (Archiv/Parigger)

Österreich ist im Sommer erstmals seit dem Heim-Turnier 2007 wieder bei einer Fußball-U19-EM dabei. Die ÖFB-Junioren rangen am

Österreich ist im Sommer erstmals seit dem Heim-Turnier 2007 wieder bei einer Fußball-U19-EM dabei. Die ÖFB-Junioren rangen am Sonntag in einer phasenweise dramatischen Partie in Hall Dänemark mit 4:3 nieder und sicherten sich damit auch dank des gleichzeitigen Sieges von Serbien über die Schweiz das Ticket für das Turnier vom 18. bis 30. Juli in Frankreich.

Neben dem Gastgeber treten auch Spanien, Portugal, Italien, die Niederlande und Kroatien bei der Endrunde an, der letzte Startplatz wird am Montag vergeben, wobei England die besten Chancen hatte. "Jetzt bekommen wir es mit den absoluten Granaten zu tun", meinte Teamchef Andreas Heraf.

Der Ex-Internationale hofft bei der EM-Endrunde auf den Einzug ins Semifinale. Großes Ziel ist es jedoch, unter die Top-3 der Gruppe zu kommen, denn damit wäre die Qualifikation für die U20-WM im Juli 2011 in Kolumbien geschafft. "Das ist unser Traum, aber wir wissen auch, dass es verdammt schwierig wird", erklärte Heraf, der am Freitag in Caen der Gruppen-Auslosung beiwohnt.

2006 gelang dem ÖFB zum bisher letzten Mal die sportliche Qualifikation für eine U19-EM-Endrunde. Erwin Hoffer und Co. holten beim Event in Polen Rang drei und sorgten ein Jahr später mit Platz vier bei der U20-WM in Kanada für Furore. Nun wollen David Alaba und Co. in die Fußstapfen dieser Mannschaft treten, auch wenn Heraf beschwichtigte: "Kolumbien haben wir nicht im Hinterkopf, das ist noch weit weg."

Der Coach beginnt bereits am Dienstag, die Vereine wegen möglicher Freigaben für die EM zu kontaktieren. "Es wird schwer genug, alle Spieler zu bekommen. Ich hoffe aber, dass die Clubs den Burschen so ein Erlebnis nicht nehmen werden." Sofern es möglich ist, will Heraf am mit zahlreichen Legionären gespickten Kader nichts verändern - mit einer Ausnahme: "Aleksandar Dragovic wäre auch spielberechtigt. Ich würde mir wünschen, dass er dabei ist."

So wie Dragovic, dessen Vereins-Zukunft zum Zeitpunkt der EM eventuell noch gar nicht geklärt ist, verfügt auch Alaba bereits über A-Team-Erfahrung. Der Bayern-Legionär hatte sich für die Eliterunde quasi selbst eingeladen und avancierte schließlich zum entscheidenden Spieler für Österreich. "Er hat auf dem Platz und außerhalb des Platzes sofort das Kommando übernommen, ohne den Star raushängen zu lassen. Dieser Mensch ist ein Wahnsinn, ich könnte ihn Tag und Nacht umarmen", schwärmte Heraf vom 17-Jährigen.

Großes Lob gab es von Heraf aber auch für die komplette Mannschaft, die den niedrigsten Altersschnitt in ihrer Eliterunden-Gruppe aufwies. "Viel wichtiger als die Qualifikation für die WM war die Art und Weise, wie es die Spieler geschafft haben. Sie haben den Erfolg erspielt und nicht errackert, wie es andere österreichische Teams in den letzten Jahren gemacht haben."

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