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Alle Stadien sollen rechtzeitig fertig werden © APA (epa)

Kurz vor der Entscheidung der UEFA hat die Ukraine die Hoffnung nicht aufgegeben, die Fußball- EM 2012 wie geplant austragen zu

Kurz vor der Entscheidung der UEFA hat die Ukraine die Hoffnung nicht aufgegeben, die Fußball- EM 2012 wie geplant austragen zu dürfen. "Ich habe keine Zweifel, dass alle Stadien, Flughäfen und Hotels rechtzeitig fertig werden und wir 2012 die Welt willkommen heißen", sagte Präsident Janukowitsch in Kiew. Die UEFA will an diesem Mittwoch im schweizerischen Nyon erneut über die EM 2012 diskutieren.

"Wir werden es schaffen, und die UEFA wird das bestätigen. Alles andere wäre eine Katastrophe", sagte der EM-Beauftragte und Vize- Regierungschef Boris Kolesnikow. Von den vier vorgesehenen Spielorten in der Ukraine werden aber vermutlich nur die Hauptstadt Kiew sowie Donezk übrig bleiben. Lwow (Lemberg) und Charkow stehen hingegen vor dem Aus, hier hinken die Organisatoren vor allem bei der Infrastruktur gewaltig dem Zeitplan hinterher. Die Ukraine schleppe bis heute "die Altlasten der Sowjetunion mit sich herum", sagte ein Abgesandter aus Lwow.

Die Ukraine setzt darauf, dass die neue politische und wirtschaftliche Stabilität seit der Präsidentenwahl im Februar die Vorbereitungen in den verbleibenden zwei Jahren beschleunigt. Die EM werde die Tourismusindustrie ankurbeln, sagte Außenminister Konstantin Grischtschenko. Außerdem benötige das Land dringend ausländische Investitionen, "die gerne auch aus dem Westen stammen dürfen". Im Co-Gastgeberland Polen sind alle vier Spielorte (Warschau, Breslau, Danzig, Posen) schon seit langem bestätigt.

Wolfgang Niersbach hatte zuletzt klargestellt, dass Deutschland nicht als Ersatz-Gastgeber infrage kommt. "Das Thema Deutschland war nie ein Thema und wird auch kein Thema werden", sagte der DFB-Generalsekretär.

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